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Warum setzen schottische Fans während der WM Verkehrskegel auf Statuen? Die originelle Tradition erklärt

Warum setzen schottische Fans Verkehrskegel auf Statuen? Die Tradition erklärt

Wenn Sie sich während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Boston aufgehalten haben – oder auch nur in den sozialen Medien unterwegs waren – ist Ihnen vielleicht etwas Auffälliges an den bekanntesten Statuen der Stadt aufgefallen: leuchtend orangefarbene Verkehrskegel, die auf den Köpfen zahlreicher Figuren thronen.

Von der Bill-Russell-Statue vor dem Rathaus bis hin zu den beliebten „Make Way for Ducklings“-Figuren im Public Garden – die schottischen Fans, bekannt als die Tartan Army, haben überall ihre Spuren hinterlassen.

Doch dabei handelt es sich nicht um zufälligen Unfug. Es ist eine langjährige kulturelle Tradition mit tiefen Wurzeln in ihrer Heimatstadt Glasgow.

Eine Tradition aus dem Nachtleben Glasgows

Der Brauch entstand Ende der 1980er Jahre in Schottlands größter Stadt, als Nachtschwärmer begannen, Verkehrskegel auf die Statue des Herzogs von Wellington vor der Galerie für Moderne Kunst zu setzen.

Zunächst betrachteten die Behörden dies als Vandalismus und entfernten die Kegel immer wieder. Doch die Bevölkerung setzte sie immer wieder zurück – und verwandelte das Ganze so in ein inoffizielles Symbol für den schottischen Humor und die Identität Glasgows. Schließlich gaben die Behörden auf und ließen die Kegel dauerhaft auf der Statue.

Heute ist die Statue weithin bekannt dafür, stets mit einem Kegel auf dem Kopf geschmückt zu sein – ein Anblick, der sowohl Touristen anzieht als auch als Symbol lokaler Kultur gilt. Wie ein Anhänger der Tartan Army der BBC erklärte, hat sich diese Idee einfach mit den Fans ins Ausland verbreitet. Es geht darum, ein Stück Heimat und Humor überall dorthin mitzunehmen, wo Schottland spielt.

Auch Bostoner Statuen erhalten den Verkehrskegel-Look

Während der Gruppenspiele Schottlands bei der WM 2026 in den USA haben reisende Anhänger diese Tradition in Boston wieder aufleben lassen. In Videos in den sozialen Medien ist zu sehen, wie Fans Verkehrskegel auf Statuen der Stadt setzen, darunter bedeutende Wahrzeichen und kulturelle Symbole. Besonders die Bill-Russell-Statue vor dem Rathaus wurde häufig fotografiert.

Statt als Vandalismus angesehen zu werden, wird dieser Brauch online größtenteils gefeiert, wobei Fans und Einheimische Bilder teilen, während die schottische Fangemeinde zu einer der sichtbarsten und lautstärksten Gruppen des Turniers wird.

Der Einfluss der Tartan Army

Nach 28 Jahren Pause kehrte Schottland zur Weltmeisterschaft zurück und brachte Tausende Fans über den Atlantik, die Farbe, Gesänge und nun auch Verkehrskegel mitbrachten. Die Tartan Army hat sich über Jahrzehnte als eine der leidenschaftlichsten und humorvollsten Fußballfan-Gruppen etabliert, die Spiele eher in kulturelle Feste verwandeln als in feindliche Umgebungen.

Auch ihr Aufenthalt in Boston bildet keine Ausnahme. Nach ihrem Auftaktsieg im Gillette Stadium haben die schottischen Fans die Innenstadt von Boston in eine temporäre Verlängerung ihrer Heimattraditionen verwandelt und lokale Wahrzeichen mit schottischem Humor verbunden.