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Warum England-Fans den Hydrationspausen bei der WM 2026 am meisten kritisch gegenüberstehen

Warum England-Fans Hydrationspausen bei der WM 2026 am meisten ausbuhen

Hydrationspausen bei der WM 2026 werden vielfach kritisiert und in Stadien in den USA, Mexiko und Kanada lautstark ausgebuht, wenn Schiedsrichter das Spiel in der Mitte jeder Halbzeit für drei Minuten unterbrechen – manchmal auch notwendig.

Doch je weiter das Turnier in die K.o.-Runde voranschreitet, desto verständlicher wird es, dass England-Fans diese Unterbrechungen besonders ablehnen.

Englands Problem nach den Pausen

Daten von AceOdds zeigen, dass unter den verbliebenen Teams Thomas Tuchels Mannschaft eine der schlechtesten Bilanzen in den zehn Minuten direkt nach den zwei Hydrationspausen pro Spiel aufweist.

Was auch immer der deutsche Trainer seinen Spielern in diesen spontanen Taktikgesprächen mitgibt, es scheint zumindest kurzfristig keine positive Wirkung zu zeigen.

In den drei Gruppenspielen, die jeweils sechs Hydrationspausen beinhalteten, gelang England in den zehn Minuten danach kein Tor, während sie gleichzeitig einmal trafen – durch Kroatiens Martin Baturina im Eröffnungsspiel der Gruppe.

So ergibt sich für die Three Lions eine Torbilanz nach Hydrationspausen von -1.

Von den Nationen, die das Achtelfinale erreicht haben, weisen Ghana, die Elfenbeinküste, die Schweiz und Paraguay dieselben Werte auf.

Zugegeben, die Stichprobengröße ist gering, aber dennoch bemerkenswert.

Kanadas Marsch wirkt Wunder

Kanada profitiert am meisten von den Pausen: Sie erzielten drei Tore und kassierten keines in den zehn Minuten danach. Damit sind sie bislang das einzige Team mit einer Tordifferenz von +3 in diesem Zeitraum.

Auch Brasilien und Argentinien positiv

Die brasilianischen Stars scheinen Carlo Ancelotti aufmerksam zuzuhören und trafen ebenfalls dreimal, obwohl sie im Achtelfinalsieg gegen Japan einmal Gegentor kassierten.

Argentinien weist mit zwei Toren nach der Hydrationspause und keinem Gegentor die zweitbeste Bilanz auf. Deutschland war vor ihrer überraschenden Niederlage gegen Paraguay noch gleichauf.

Trends in der K.o.-Runde

Von den Teams, die das Achtelfinale erreichten, hat nur Marokko mehr als ein Gegentor in den zehn Minuten nach den Pausen erhalten. Sie haben dabei sowohl zwei Tore kassiert als auch zwei erzielt.

Marokko gehört zu 19 Ländern, die nach Hydrationspausen eine bessere Bilanz als England vorweisen.

Haiti (fünf Gegentore), Jordanien und Katar (jeweils drei Gegentore) sind die Teams mit den meisten Gegentoren direkt nach den Unterbrechungen. Wenig überraschend schieden alle drei bereits in der Gruppenphase aus.