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Personelle Nachfolge für Schnieder unklar: Thorsten Frei spricht von unglücklicher Personalentscheidung

Nachfolge für Schnieder gesucht: Missglückte Personalrochade laut Thorsten Frei "Pech"

Zunächst scheiterte Friedrich Merz bei der Neubesetzung des Verkehrsministeriums, und zusätzlich kam noch Pech hinzu – so interpretiert es der designierte Nachfolger von Spahn, Thorsten Frei. Er zeigt dabei großes Verständnis für die Situation des Kanzlers.

Thorsten Frei, der künftige Unionsfraktionschef, führt die Schwierigkeiten von Kanzler Friedrich Merz bei der Regierungsumbildung auf unglückliche Umstände zurück. „Auch in der Spitzenpolitik kann man einfach Pech haben“, erklärte Frei bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Stuttgart.

Bei der Veranstaltung wurde Frei auf die anhaltende Unsicherheit bezüglich der Besetzung des Verkehrsministeriums angesprochen. Verkehrsminister Patrick Schnieder hatte einzelne Bundestagsabgeordnete frühmorgens per SMS darüber informiert, dass der Kanzler ihn entlassen und dies um 9 Uhr beim Pressetermin im Kanzleramt bekanntgeben werde. Merz tat dies jedoch nicht. Später wurde bekannt, dass der vorgesehene Nachfolger, CDU-Bundestagsabgeordneter Fritz Güntzler, kurzfristig aus fachlichen Gründen am frühen Morgen abgesagt hatte. Wie es nun im Ministerium weitergeht, bleibt unklar.

Aus Koalitionskreisen hieß es, dass Güntzler Merz zunächst eine Zusage gegeben hatte, sich dann jedoch gegen 4 Uhr aus inhaltlichen Gründen umentschied. „Ein Torwart sollte nicht als Linksaußen spielen.“ Güntzler erkannte, dass er für die Position nicht geeignet sei. Der 60-Jährige ist finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und hat bisher kaum Berührungspunkte mit Verkehrspolitik. Als Fußballfan ist Güntzler Kapitän des „FC Bundestag“.

Frei betonte, dass sich die daraus entstandene Hängepartie kaum vermeiden ließ. „So wie es gelaufen ist, kann man das ehrlich gesagt nicht ausschließen. So etwas kann passieren“, erklärte der CDU-Politiker, der am kommenden Mittwoch als Nachfolger von Jens Spahn zum neuen Vorsitzenden der Unionsfraktion gewählt werden soll. Freis Wechsel an die Fraktionsspitze war der Auslöser für die Kabinettsumbildung. Als seine Nachfolgerin im Kanzleramt benannte Merz die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken, deren bisheriger Posten vom ehemaligen CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann übernommen werden soll.