Erhalten Vereine Zahlungen, wenn Spieler zur WM gehen? FIFA-Auszahlungen 2026 im Überblick
Große Einnahmen für Manchester City: Der Klub erhält eine Millionenauszahlung dank der Leistungen seiner Spieler bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026. Neunzehn City-Spieler nahmen am Turnier teil, und laut dem Club Benefits Programme (CBP) von FIFA werden Vereine für die Freigabe ihrer Spieler an Nationalmannschaften entschädigt. Das Team unter Trainer Enzo Maresca erhält über 4 Millionen US-Dollar, dicht gefolgt von Barcelona, Bayern München und Arsenal.
Seit Jahren gibt es ein echtes Spannungsfeld zwischen Vereinen und Nationalmannschaften. Vereine bevorzugen es, wenn ihre Spieler nicht zu viele Länderspiele absolvieren, da das Verletzungsrisiko hoch ist und der immer dichter werdende Spielplan die Kaderplanung erschwert. FIFA gleicht diesen Nachteil teilweise durch sein finanzielles Entschädigungsprogramm aus, das Vereine für die Freigabe ihrer Spieler zu internationalen Turnieren vergütet.
Wie viel zahlte FIFA an Manchester City?
Die WM 2026 präsentierte die größten Stars des Fußballs, und nun, da das Turnier vorbei ist, lässt sich berechnen, wie viel jeder Klub durch die Beteiligung seiner Spieler verdient hat. Manchester City erhält rund 4 Millionen US-Dollar. Schätzungen zufolge bekommen Vereine etwa 5.000 US-Dollar pro Spieler und Tag für jeden Tag, den ein Spieler im Wettbewerb verbringt. Mit 19 Teilnehmern führt City erneut die Liste der größten Nutznießer an. Es ist zudem das dritte WM-Turnier in Folge, bei dem der Klub die höchsten Einnahmen über das Programm erzielt, nachdem er bereits 2018 und 2022 an der Spitze stand.
Zu Citys wichtigsten Leistungsträgern zählen Rodri, Kapitän der spanischen Weltmeistermannschaft, Erling Haaland, der Norwegen vertrat, sowie Nico O’Reilly, eines der aufstrebenden Talente Englands, der sein Land bis ins Halbfinale führte. Hätte der Klub weitere Spieler gehabt, die weiter ins Turnier vorrückten, wäre die Summe noch höher ausgefallen. Portugals Rúben Dias und Matheus Nunes schieden im Achtelfinale aus, während Jérémy Doku für Belgien überzeugte, bevor das Team im Viertelfinale an Spanien scheiterte.
Insgesamt verteilt FIFA etwa 355 Millionen US-Dollar über das Programm. Barcelona belegt den zweiten Platz, da acht Spieler Teil des spanischen Weltmeisterteams waren. Mit so vielen Finalteilnehmern wird der katalanische Klub voraussichtlich knapp 4 Millionen US-Dollar erhalten. Es folgen Bayern München (ca. 3,4 Millionen), Arsenal (3,3 Millionen), Paris Saint-Germain und Atlético Madrid (jeweils rund 3,2 Millionen). Real Madrid liegt mit etwa 2,5 Millionen US-Dollar auf Rang neun.
In dieser Kategorie ist UEFA unangefochten. Europäische Klubs machen etwa 70 % der Gesamtauszahlungen aus. Von den Top 15 Vereinen ist Al Hilal als einziger Nicht-Europäer auf Platz 11 vertreten. Europas Dominanz vergrößert weiterhin die Kluft zum Rest des Weltfußballs. An der Spitze der Liste steht jedoch nach wie vor ein Verein: Manchester City.