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Putin zeigt sich siegessicher: Soldaten klagen über ukrainische Drohnenangriffe

Kremlchef gibt sich siegesgewiss: Soldaten beklagen sich bei Putin über ukrainische Drohnen

Während einer Audienz in Moskau thematisierten russische Soldaten die wachsende Bedrohung durch Drohnen aus der Ukraine gegenüber Präsident Putin. Der Kremlchef gestand ein, dass die Luftangriffe wirtschaftliche Auswirkungen haben. Zugleich betonte er die Notwendigkeit eines besseren Schutzes für Moskau.

Nach Angaben von Wladimir Putin sind über 700.000 russische Soldaten im Einsatzgebiet des Ukraine-Kriegs stationiert. Dies erklärte er bei einem Treffen mit Soldaten im Kreml anlässlich des Nationalfeiertags, bei dem auch Verteidigungsminister Andrej Beloussow anwesend war.

Vor den Soldaten zeigte sich der russische Präsident weiterhin überzeugt vom Sieg in dem seit über vier Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine. „Schritt für Schritt, zwar langsamer als gewünscht, aber wir kommen jeden Tag voran“, sagte Putin. Er drohte zudem, die Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur auszudehnen, um der Ukraine die Motivation zu nehmen, zivile Ziele in Russland zu attackieren.

Bereits im Dezember hatte er bei seiner Jahrespressekonferenz und Bürgersprechstunde die Zahl von rund 700.000 Soldaten im Kriegsgebiet genannt. Dabei handele es sich überwiegend um junge Menschen, insbesondere aus den 1990er-Jahrgängen. Die Soldaten berichteten ausführlich über die Herausforderungen durch Drohnen, die das ukrainische Militär einsetzt und dabei auch das Satellitenkommunikationsnetz Starlink nutzt. Russland hatte Anfang des Jahres den Zugang zu diesem Netzwerk verloren.

Putin räumte ein, dass die Ukraine den Einsatz von Drohnen verstärkt hat, um die russische Gesellschaft zu spalten. Dies sei jedoch nicht gelungen. Er gab zu, dass die jüngsten ukrainischen Luftangriffe „wirtschaftliche Schäden verursacht“ hätten, die betroffenen Einrichtungen aber „rasch wieder instand gesetzt“ werden konnten. Zudem forderte er eine verstärkte Luftabwehr in Moskau. Weiterhin erklärte Putin, Russland entwickle Drohnen mit künstlicher Intelligenz und baue ein eigenes Satellitennetz in niedriger Erdumlaufbahn auf. Technisch sei das Problem gelöst, es gehe nun nur noch um die Ausweitung.

Seit Monaten setzt das ukrainische Militär bei seinen Gegenangriffen verstärkt auf Drohnenangriffe gegen die russische Ölindustrie, was Moskau zunehmend unter Druck setzt. Russische Besatzungsbehörden haben jüngst die Benzinausgabe eingeschränkt, und der Export von Kerosin aus Russland wurde zunächst bis Ende November gestoppt.