Während der Waldbrände in Ontario: Kanadische Streitkräfte stehen bereit, sagt Minister
Die kanadischen Streitkräfte stehen „in Bereitschaft“, um Ontario bei den Auswirkungen der Waldbrände im Norden der Provinz zu unterstützen, erklärte Verteidigungsminister David McGuinty am Freitag.
„Der Minister für Katastrophenvorsorge ist involviert und steht seit etwa zwei Wochen in ständigem Kontakt mit der Provinz, um die Situation zu beobachten“, sagte McGuinty.
Er fügte jedoch hinzu, dass „bislang keine offiziellen Anfragen von dieser Behörde an die kanadischen Streitkräfte gestellt wurden“.
„Wir sind in Bereitschaft. Unsere Einsatzkräfte und Ausrüstung sind bereit. Wir helfen bereits unter anderen Zuständigkeiten beim Lufttransport und der Evakuierung von Menschen. Wir warten auf eine formelle Aufforderung“, erklärte er weiter.
Derzeit seien die Provinz und die Katastrophenschutzbehörde „offenbar in der Lage, die Situation zu bewältigen“, so McGuinty.
„Sollte die Lage so weit eskalieren, dass eine direkte und sofortige Unterstützung durch die kanadischen Streitkräfte erforderlich wird, werden die Frauen und Männer der Streitkräfte selbstverständlich zur Stelle sein“, fügte er hinzu.
Im Falle eines Militäreinsatzes könne die Unterstützung unter anderem Evakuierungen umfassen, erläuterte der Minister.
Eine Vielzahl von Waldbränden brennt weiterhin im Norden Ontarios, wobei bereits Gemeinden wie die Namaygoosisagagun First Nation, auch bekannt als Collins First Nation, nördlich von Thunder Bay, zerstört wurden.
Die Regierung von Ontario und die Versammlung der First Nations haben Ottawa aufgefordert, sofortige Unterstützung zu leisten, während andere Provinzen wie Alberta Feuerwehrleute und Löschflugzeuge entsandt haben.
Premierminister Mark Carney erklärte, seine Regierung stehe in engem Kontakt mit den Behörden Ontarios und sei bereit, bei Bedarf Hilfe zu leisten.
Behörden berichten von 136 aktiven Bränden in der Nordwestregion, von denen 63 außer Kontrolle sind, sowie weiteren 44 im Nordosten.
Environment Canada teilt mit, dass sich die dunstigen und rauchigen Bedingungen in einigen Gebieten am Freitag vorübergehend bessern könnten, in anderen jedoch bis ins Wochenende anhalten dürften.