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Trail Blazers schaffen Überangebot an Point Guards durch Ja Morant Trade

Trail Blazers schaffen Überangebot an Point Guards mit Ja Morant

Die Portland Trail Blazers gehen ein Risiko ein, indem sie darauf setzen, dass Ja Morant zu alter Stärke zurückfindet. Gleichzeitig haben sie ihren Kader um einen vierten hochbezahlten Point Guard erweitert.

Morants wechselhafte Zeit bei den Memphis Grizzlies endete am Montag, als das Team ihn gegen die Flügelspieler Jerami Grant und Kris Murray nach Rip City tauschte. Mit Morant im Team ist zu erwarten, dass die Blazers mindestens einen ihrer anderen drei Point Guards abgeben werden.

Jrue Holiday könnte in Portland außen vor bleiben

Morant erhält in den Spielzeiten 2026-27 und 2027-28 Gehälter von 42,2 Mio. USD bzw. 44,9 Mio. USD. Das ist ein kostspieliges Wagnis für einen Spieler, der in den letzten drei Jahren nur 79 Spiele absolvierte und dessen Wurfquoten stark nachgelassen haben – seit 2023 trifft er nur 29 Prozent seiner Dreipunktewürfe.

Zudem kommt er zu einem Team, das bereits den 22-jährigen Point Guard Scoot Henderson und Franchise-Ikone Damian Lillard, der von einer Achillessehnenverletzung zurückkehrt, in den Reihen hat. Das könnte bedeuten, dass Jrue Holiday mit seinem Vertrag über 34,8 Mio. USD (plus Spieleroption für 37,2 Mio. USD) zum möglichen Transferkandidaten wird.

Mit 1,93 m ist Holiday groß genug für die Flügelposition, doch Lillard und Morant sind eher kleinere Point Guards. Henderson misst 1,91 m bei einer Spannweite von 2,06 m, wäre als Shooting Guard aber zu klein. Es wird schwerfallen, allen vier Guards Spielzeit zu geben, ohne die Blazers defensiv zu schwächen.

Portland hat Mittel für weitere Transfers

Der hohe Vertrag von Morant belastet Portlands Gehaltsliste kaum, da gleichzeitig Grants großer Vertrag ausgelaufen ist. Toumani Camara und Shaedon Sharpe besitzen vernünftige langfristige Verträge, All-Star Deni Avdija ist mit 25 Mio. USD für zwei Jahre vergleichsweise günstig, und mögliche Verlängerungen für Henderson und Donovan Clingan greifen erst in einigen Jahren.

Holiday ist der naheliegendste Transferkandidat, nicht nur wegen der Passung, sondern auch, weil sein Gehalt gut mit einem hochdotierten Spieler getauscht werden kann. Portland verfügt über zwei Pick-Swaps mit den Milwaukee Bucks für 2028 und 2030, die im Zuge eines Umbruchs nach Giannis Antetokounmpo attraktiv sein könnten. Alternativ könnte Holiday für mehrere Spieler mit auslaufenden Verträgen getauscht werden oder der schon lange diskutierte Deal für Jaylen Brown von den Boston Celtics realisiert werden.

Es ist schwer vorstellbar, dass die Blazers mit einer derart großen Anzahl an Point Guards in die Saison gehen, zumal Lillard und Morant beide erst wieder in Form kommen müssen. Auf Morants Rückkehr zum All-Star-Niveau zu setzen, ist ein lohnendes Risiko, darf aber nicht das Ende von Portlands Aktivitäten in der Offseason bedeuten.