Die Kawhi Leonard Transfer-Saga bringt neue Probleme für die Clippers mit sich
Nach monatelangen Ermittlungen zu den angeblichen Verstößen der Los Angeles Clippers gegen die Gehaltsobergrenze bei der Bezahlung von Kawhi Leonard hat die NBA ihre Ergebnisse bisher nicht veröffentlicht.
Sportjournalist Pablo Torre hat zahlreiche Beweise gesammelt, darunter Dokumente, Zahlungsnachweise und sogar persönliche Zeugenaussagen, die aufzeigen, wie Clippers-Besitzer Steve Ballmer ein Unternehmen nutzte, um Leonard für Scheinjobs zu bezahlen – ein klarer Verstoß gegen die Gehaltsgrenze der Liga.
Aus diesem Grund haben die Toronto Raptors den Transfer gestoppt, der ihren ehemaligen Finals-MVP zurück nach Kanada bringen sollte.
Wie Michael Scotto von HoopsHype kürzlich berichtete, ist dies jedoch nicht der einzige Deal, der wegen des Leonard-Skandals auf Eis liegt.
Die Clippers müssen weiterhin eine Entscheidung zu Bennedict Mathurin treffen
„Die Los Angeles Clippers zeigen weiterhin Interesse daran, den eingeschränkten Free Agent Bennedict Mathurin erneut zu verpflichten, wie Ligaquellen HoopsHype mitteilten“, schrieb Scotto. „Allerdings zögern die Clippers, weitreichende Kaderentscheidungen zu treffen, solange die Aspiration-Ermittlung gegen Kawhi Leonard läuft und seinen erwarteten Transfer zu den Toronto Raptors verzögert.“
Scotto zufolge beobachten auch andere Teams Mathurin und möchten mit den Clippers über einen Sign-and-Trade-Deal für den eingeschränkten Free Agent verhandeln.
„Zudem hat Mathurin, der in der vergangenen Saison mit durchschnittlich 17,6 Punkten seine bisher beste Leistung erzielte, das Interesse mehrerer Teams geweckt, die an einem Sign-and-Trade-Verfahren interessiert sind“, ergänzte Scotto.
Die vorliegenden Beweise – die teilweise auch einer Grand Jury vorgelegt wurden – sind belastend, und die lange Dauer bis zu einer Entscheidung ist überraschend.
Sollte sich die Schuld der Clippers bestätigen, könnten sie von Kommissar Adam Silver mit harten Sanktionen belegt werden, unabhängig von Steve Ballmers Einfluss im NBA Board of Governors.
Angesichts der bestehenden Unsicherheiten scheint es jedoch so, als würden die Hände der Clippers vorerst gebunden bleiben.