Wie ein Duell USA gegen Iran bei der WM 2026 zustande kommen könnte
Fußball in Iran ist sowohl Zuflucht als auch Fest. Der Weg für die iranische Nationalmannschaft, bekannt als Team Melli, bei der WM 2026 ist vorgezeichnet. Hochkarätige Gruppenspiele gegen Neuseeland, Belgien und Ägypten stehen auf dem Programm.
Durch eine Wendung des Turnierbaums könnte in der Runde der letzten 32 der Zweitplatzierte der Gruppe D auf den Zweitplatzierten der Gruppe G treffen. Dieses Szenario würde ein Aufeinandertreffen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten ermöglichen – ein Duell mit einer Bedeutung weit über den Fußball hinaus.
Ein angespanntes Wiedersehen
Die Voraussetzung ist einfach: Wenn beide Teams jeweils den zweiten Platz in ihrer Gruppe belegen und Iran weiterhin im Turnier verbleibt, würden sie sich am Freitag, den 3. Juli, im AT&T Stadium in Arlington, Texas, gegenüberstehen. Das Stadion zählt zu den bekanntesten Sportstätten in den USA und bietet über 80.000 Zuschauern Platz.
Dies wäre nicht das erste Mal, dass sich beide Nationen bei einem der größten Sportereignisse der Welt gegenüberstehen.
Bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2022 besiegten die USA Iran in der Gruppenphase mit 1:0, ein Ergebnis, das das Ausscheiden der asiatischen Mannschaft bedeutete. Die Partie fand am letzten Spieltag der Gruppe B statt. England war bereits fast sicher weiter, doch der zweite Platz war noch offen. Iran startete mit drei Punkten nach einem Sieg gegen Wales und wusste, dass ein Unentschieden ausreichen würde. Die USA hatten zwei Punkte aus Unentschieden gegen Wales und England und benötigten einen Sieg.
Diese Konstellation sorgte von Beginn an für ein hochdruckgeladenes Spiel. Ein Tor von Christian Pulisic kurz vor der Halbzeit brachte die Amerikaner in Führung, die anschließend trotz eines starken zweiten Halbzeitdrucks des Iran den Vorsprung verteidigten. Das 1:0-Ergebnis fügte dieser Rivalität, die inzwischen mit deutlich schwerwiegenderen Untertönen belastet ist, ein weiteres spannendes Kapitel hinzu.
Eine WM-Geschichte voller Symbolkraft
Ein Blick zurück zeigt, dass ihr Aufeinandertreffen bei der FIFA-Weltmeisterschaft 1998 zu den politisch symbolträchtigsten Partien der Turniergeschichte zählt. Damals besiegte Iran die USA mit 2:1 in einem Spiel, das weltweit weit über den Fußball hinaus Aufmerksamkeit erregte.
Nun, in einer besonders sensiblen Zeit, zeichnet sich bei der WM 2026 erneut die Möglichkeit eines solchen Duells in der Runde der letzten 32 ab. Treffen die Zweitplatzierten der Gruppen D und G aufeinander, könnte Arlington zum Schauplatz eines der meistbeachteten Spiele des gesamten Turniers werden.