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AfD-Chef Chrupalla bezeichnet Pistorius als „Kriegsminister“ im Frühstart

AfD-Chef im Frühstart: Chrupalla nennt Pistorius "Kriegsminister"

Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla kritisiert die Rekordausgaben für Rüstung und die Milliardenhilfen der Nato für die Ukraine als Eskalationsschritte gegenüber Russland. Besonders hart fällt seine Kritik an Verteidigungsminister Pistorius aus.

In der ntv-Sendung Frühstart bezeichnete Chrupalla Pistorius als „Kriegsminister“. Im Kontext des Konflikts mit Russland erklärte er: „Ich sehe auch bei Herrn Pistorius eine klare Eskalation.“ Pistorius spreche davon, Deutschland müsse kriegstauglich werden. „Kriegstauglich zu sein bedeutet, dass man bereit ist, in einen Krieg zu ziehen und die Eskalation weiter voranzutreiben“, unterstellte Chrupalla. Auch auf Nachfrage blieb er bei dieser Bezeichnung für den SPD-Politiker.

Chrupalla äußerte seine große Befürchtung, dass Deutschland immer tiefer in den Konflikt mit Russland hineingezogen werde. „Ich erkenne keine Anzeichen dafür, dass die Bundesregierung bemüht ist, den Krieg in der Ukraine zu beenden, an dem wir uns inzwischen nicht nur finanziell beteiligen.“ Er warf der Bundesregierung und der Bundeswehr vor, Russland zu provozieren. Bundeskanzler Friedrich Merz spreche von „Fight Tonight“ und aus der Bundeswehr kämen angeblich Signale, man könne und wolle Russland besiegen. Solche Äußerungen trügen nicht zur Entspannung in Europa bei. Stattdessen solle Merz den Dialog mit Russlands Präsident Wladimir Putin suchen – ein Schritt, den Putin bislang ablehnt.

Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara sprach sich Chrupalla gegen das geplante milliardenschwere Hilfspaket für die Ukraine aus. Es sei falsch, weiterhin große Geldsummen in die Ukraine zu investieren. „Wir müssen endlich stärker die Interessen Deutschlands in den Vordergrund stellen.“ Die Nato-Staaten planen, der Ukraine über zwei Jahre hinweg jeweils 70 Milliarden Euro bereitzustellen.

Aus Sicht des AfD-Vorsitzenden halten weitere Waffenlieferungen den Krieg nur am Laufen. Er zweifelt daran, dass die Ukraine aktuell eine Wende zu ihren Gunsten erreichen kann. „Die Ukraine wird diesen Krieg nicht gewinnen.“ Man dürfe nicht davon ausgehen, eine Atommacht besiegen zu können, warnte Chrupalla. Sollte man es versuchen, hätte die Reaktion Russlands katastrophale Folgen für ganz Europa. „Diese Sorge, dass der Krieg weiter eskaliert, beschäftigt mich sehr.“