Cristiano Ronaldos unvergesslichen Hattrick beim letzten WM-Duell gegen Spanien neu erleben
Cristiano Ronaldos Jahre in Spanien waren äußerst erfolgreich. In neun Spielzeiten bei Real Madrid von 2009 bis 2018 erzielte er unglaubliche 450 Tore in 438 Spielen, gewann dabei vier Champions-League-Titel und zwei Meisterschaften sowie zahlreiche persönliche Auszeichnungen. Doch nicht nur das: Sein schönstes WM-Erlebnis stammt ebenfalls aus einem Duell mit Portugals iberischem Nachbarn.
Ein WM-Rekord, der seine Klubdominanz nicht ganz widerspiegelt
Ronaldo hatte nicht immer das beste Verhältnis zur Weltmeisterschaft. Obwohl er als einziger Spieler in sechs WM-Endrunden traf, liegt sein Schnitt von 0,42 Toren pro Spiel deutlich unter seiner Karrierequote von 0,73.
Nach dem Einzug ins Halbfinale bei seinem WM-Debüt 2006 erreichte er erst 2022 in Katar wieder das Viertelfinale – allerdings verlor er dort vor der K.o.-Phase seinen Stammplatz.
Individuell war seine beste WM-Leistung bisher 2018, als er in vier Spielen vier seiner insgesamt elf WM-Tore erzielte – mehr in der Art, wie man Ronaldo kennt und schätzt. Drei davon fielen dabei im selben Gruppenspiel gegen Spanien.
Spanien, Iran und Marokko als Bühne
Mit Iran und Marokko in einer Gruppe galten die beiden Europäer als klare Favoriten für den Einzug ins Achtelfinale, was sie schließlich auch erreichten – wenn auch nicht überzeugend. Das Eröffnungsspiel wurde zu einem der Highlights des Turniers, als Ronaldo die Hälfte der sechs Tore erzielte.
Bereits nach drei Minuten erzwang Portugals Kapitän etwas umstritten einen Elfmeter nach einem Zweikampf mit seinem ehemaligen Real-Madrid-Mitspieler Nacho und verwandelte sicher gegen David de Gea.
Diego Costa glich für Spanien in der Spielhälfte mit einem sehenswerten Solotor aus, doch kurz vor der Pause brachte Ronaldo Portugal erneut in Führung.
Das Tor ging auf Ronaldos Konto, wurde jedoch durch einen schweren Patzer von De Gea ermöglicht. Der spanische Torhüter stand direkt hinter Ronaldos flachem Schuss vom Strafraumeck, ließ den Ball aber unglücklich durch die Finger ins Netz rutschen.
Ronaldo sorgt für Spannung im WM-Krimi in Russland
Spanien schien nach zwei schnellen Treffern zu Beginn der zweiten Halbzeit auf Siegkurs zu sein. Sergio Busquets flankte per Kopf auf Costa, der aus kurzer Distanz einköpfte, ehe Nacho sich mit einem brillanten Schuss aus dem Lauf am Strafraumeck rehabilitierte.
Doch wie so oft in seiner Karriere meldete sich Ronaldo eindrucksvoll zurück. Nur zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit verwandelte er einen herausragenden Freistoß ins obere Eck und sicherte Portugal so zumindest einen Punkt.
Ronaldo erzielte zudem das einzige Tor im 1:0-Sieg gegen Marokko, blieb aber im letzten Gruppenspiel gegen Iran sowie im Achtelfinal-Aus gegen Uruguay ohne Treffer, was das frühe WM-Aus Portugals bedeutete.
Bis zu diesem Jahr hatte Ronaldo außer 2018 nie mehr als ein Tor bei einer WM erzielt. Mit seinem ersten K.o.-Tor im Rücken wird er nun hungrig auf mehr sein, während das nächste iberische Duell im Achtelfinale näher rückt.