Colorado wird kein WM-Spiel ausrichten – aber sein Rasen steht im Rampenlicht
Im Rahmen der offiziellen gemeinsamen Bewerbung Kanadas, Mexikos und der USA für die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wurde Denvers Empower Field at Mile High zunächst als eines von 23 möglichen Stadien aufgeführt, aus denen letztlich 16 ausgewählt wurden. Die Hauptstadt Colorados gehörte zu den sieben Städten, die leer ausgingen – was angesichts der Berichte des verstorbenen Grant Wahl aus Mai 2022, wonach FIFA-Funktionäre das Gastgeberkomitee in Denver als „wenig beeindruckend“ einschätzten, keine große Überraschung war. Stattdessen wurde Kansas City als Standort im Mittleren Westen gewählt.
Doch obwohl Denver nicht als Spielort dabei ist, wird Colorado dennoch eine Rolle bei der WM spielen, die am 11. Juni beginnt. Ein Stück des Centennial State hat die Landesgrenzen überschritten und wurde in den Stadien Mercedes-Benz Stadium in Atlanta, AT&T Stadium in Dallas sowie NRG Stadium in Houston verlegt – alle drei Austragungsorte der WM-Spiele.
Warum Rasen aus Colorado für die WM ausgewählt wurde
Diese drei US-Stadien verfügen über eine vollständige Klimatisierung und ein schließbares, einfahrbares Dach, um der intensiven Sommerhitze entgegenzuwirken. Aufgrund der kühleren Temperaturen im Inneren entschied sich die FIFA für Gras aus einem kühleren Klima – in diesem Fall Colorado – als Spielfeldbelag in jedem dieser Stadien.
In einem Interview mit CNN erläuterte Joe Wilkins III, Eigentümer von Green Valley Turf, weshalb sein Unternehmen den Zuschlag erhielt, anstatt Lieferanten aus der näheren Umgebung von Atlanta, Dallas und Houston.
„Es mag ungewöhnlich erscheinen, dass der Rasen den weiten Weg aus Colorado kommt, aber diese Gebäude werden während des gesamten Turniers auf 21 Grad klimatisiert. Daher benötigte man eine kühle Jahreszeit-Grasart, die in unserer Umgebung gedeiht und die in der Nähe der Austragungsorte kaum anzubauen ist.“
Die WM 2026 mag zwar nicht in Colorado stattfinden, doch Colorado wird bei der WM 2026 definitiv vertreten sein.