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Bericht enthüllt gezielte russische Angriffe auf das ukrainische Gesundheitssystem als systematisches Vorgehen

Als stecke "ein Muster" dahinter: Bericht legt gezielte russische Attacken auf ukrainisches Gesundheitssystem nahe

Immer wieder werden zivile Einrichtungen in der Ukraine durch russische Drohnen und Raketenattacken beschädigt, darunter Krankenhäuser und Rettungsfahrzeuge. Für Ärzte ohne Grenzen handelt es sich dabei keineswegs um Zufälle. Vielmehr lässt sich hinter diesen Angriffen ein systematisches Muster erkennen – mit möglichem Bezug zu Kriegsverbrechen.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen wirft Russland vor, gezielt medizinische Einrichtungen in der Ukraine zu attackieren. Demnach seien Angriffe auf das Gesundheitssystem und medizinisches Personal Teil einer bewusst verfolgten Strategie, wie eine eigene Untersuchung der Organisation zeigt. Ärzte ohne Grenzen fordert alle Konfliktparteien nachdrücklich auf, ihre Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht einzuhalten.

„Die Häufigkeit, Präzision und Systematik dieser Angriffe schließen Zufälle aus“, betont Robin Meldrum, der Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen in der Ukraine. Wenn Krankenhäuser mehrfach getroffen oder Rettungswagen gezielt mit Drohnen angegriffen werden, offenbare sich ein klares Muster mit Absicht dahinter.

Der Bericht mit dem Titel „No Safe Place to Heal“ dokumentiert, dass zwischen April 2022 und Dezember 2025 über 20 medizinische Einrichtungen, die von der Organisation betrieben oder unterstützt werden, Ziel von Angriffen wurden.

Vier der Krankenhäuser, in denen Ärzte ohne Grenzen tätig waren, wurden zerstört, sieben Rettungsstationen mussten aufgegeben werden. Viele verbleibende Einrichtungen sind inzwischen stark unterbesetzt. Zudem steigt die Gefahr durch sogenannte „First Person View“-Drohnen, die eine Echtzeit-Zielerfassung ermöglichen. So wurde im vergangenen September ein medizinisches Team in einem deutlich gekennzeichneten Fahrzeug in der Region Donezk attackiert.

Die Organisation betont, dass gezielte Angriffe auf medizinisches Personal und Fahrzeuge nach humanitärem Völkerrecht als Kriegsverbrechen gelten. Sie erinnert an die Resolution 2286 des UN-Sicherheitsrates, die vor zehn Jahren verabschiedet wurde und Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen, medizinisches Personal und Patienten verurteilt.

„Staaten mit Einfluss auf Russland müssen diesen einsetzen, um ein Ende der Angriffe auf medizinische Einrichtungen zu erreichen“, appelliert Ärzte ohne Grenzen.