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Online-Harm-Gesetz sieht Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 vor, so eine Quelle

Online-Harm-Gesetz plant Social-Media-Verbot für Kinder unter 16

Die Bundesregierung plant, im Rahmen ihres mit Spannung erwarteten Online-Harm-Gesetzes, das am Mittwoch vorgestellt wird, ein Verbot der Nutzung sozialer Medien für Kinder unter 16 Jahren einzuführen, wie Global News erfahren hat.

Eine Regierungsquelle bestätigte die Pläne am Montag vor der offiziellen Vorstellung des Gesetzes. Die Quelle bat um Anonymität, um öffentlich über das Gesetz sprechen zu können.

Die Globe and Mail berichtete bereits am Montagvormittag über das bevorstehende Online-Harm-Gesetz.

Das vorgeschlagene Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren orientiert sich an einer Maßnahme, die erstmals in Australien umgesetzt wurde und dort seit Dezember letzten Jahres in Kraft ist.

Untersuchungen zeigen jedoch, dass viele australische Jugendliche das Verbot umgehen, während die dortige Online-Sicherheitsbehörde im März mitteilte, dass soziale Medienunternehmen nicht vollständig kooperieren.

Auch andere Länder, darunter das Vereinigte Königreich, erwägen eigene Verbote für die Nutzung sozialer Medien durch Jugendliche.

Auf dem Liberal Party-Kongress im April wurde ein Antrag der Mitglieder angenommen, der ein Social-Media-Verbot für Jugendliche fordert – eine Idee, die laut Umfragen von der Mehrheit der Kanadier unterstützt wird.

Die Verabschiedung dieses Antrags veranlasste Kulturminister Marc Miller, der das Gesetz am Mittwoch vorstellen wird, zu der Aussage, die Regierung erwäge ein solches Verbot „sehr ernsthaft“.

Im April kündigte Manitoba als erste Provinz an, ein Social-Media-Verbot für Kinder einzuführen. Auch andere Provinzen wie Ontario, Alberta und New Brunswick prüfen ähnliche Maßnahmen.

Experten wiesen gegenüber Global News darauf hin, dass die Durchsetzung eines solchen Verbots schwierig sein dürfte und bezweifeln die Wirksamkeit der Maßnahme für die Online-Kompetenz von Kindern.

Befürworter hingegen argumentieren, dass ein Verbot die mentale und körperliche Gesundheit der Kinder verbessern und die wachsende Online-Sucht bei jungen Menschen eindämmen würde.