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Kampfjets und Kriegsschiffe: Bericht über deutliche Kürzung der US-Militärbeiträge für die Nato

Kampfjets und Kriegsschiffe: Bericht: USA wollen Militärbeiträge für Nato deutlich herunterfahren

Die Trump-Regierung fordert, dass Europa einen größeren Anteil an seiner eigenen Verteidigung übernimmt. Lange war unklar, wie genau sich der militärische Rückzug der USA aus der Allianz gestalten würde. Jetzt werden Details zu konkreten Kürzungsplänen bekannt.

Einem Medienbericht zufolge beabsichtigen die USA, ihre militärischen Beiträge zur Nato erheblich zu verringern. Ein Vertreter des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth informierte letzte Woche bei einem Treffen in Brüssel die Verbündeten darüber, dass Washington künftig „wesentlich weniger militärische Schlüsselressourcen bereitstellen“ werde, berichtete der „Spiegel“. Die Reduzierungen betreffen dabei unter anderem „US-Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnen und Tankflugzeuge“.

Nach Angaben des Berichts planen die USA, die Anzahl strategischer Bomber für die Nato deutlich zu senken – der „Spiegel“ spricht von einer Halbierung der bisherigen Kapazitäten. Auch die Zahl der US-Kampfjets soll um etwa ein Drittel reduziert werden. Diese Informationen stammen von Alexander Velez Green, dem Chefberater des US-Staatssekretärs für Verteidigungspolitik Elbridge Colby, der die Details bei einem vertraulichen Treffen mit hochrangigen Nato-Beamten mitteilte.

Darüber hinaus soll die US-Marine laut „Spiegel“ weniger Zerstörer für die Nato bereitstellen, während U-Boote künftig gar nicht mehr im Nato-Verbund eingesetzt werden sollen. Auch die Aufklärungsdrohnen sollen künftig von den europäischen Partnern selbst betrieben werden. Bei bewaffneten Drohnen planen die USA, ihr Engagement deutlich zurückzufahren.

„Entspricht unseren Erwartungen“

Washington fordert seit geraumer Zeit von Kanada und den europäischen Partnern, mehr Verantwortung für die Verteidigung des Nato-Gebiets zu übernehmen. Neben dem Abzug von US-Truppen aus Europa umfasst dies auch eine Verlagerung der Lasten in den Kommandostrukturen und bei militärischen Fähigkeiten, das sogenannte „burden shifting“.

Die nun bekannt gewordenen Kürzungen beziehen sich auf das Nato Force Model, das festlegt, welches Land im Ernstfall wie schnell mit wie vielen Soldaten und militärischer Ausrüstung einsatzbereit sein muss.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte erklärte vergangene Woche, er könne sich zu den „streng geheimen“ Plänen noch nicht äußern, fügte jedoch hinzu: „Ich denke, das entspricht genau unseren Erwartungen und passt zu unserem Ansatz, Überraschungen zu vermeiden.“ Der Prozess sei „nichts Neues“, betonte Rutte. „Alle waren sich bewusst, dass das so kommen würde.“