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Quad-Gipfel in Neu-Delhi: USA und Partner stärken Überwachung im Indopazifik

Quad-Treffen in Neu-Delhi: USA wollen mit Partnern Indopazifik besser überwachen

Um China entgegenzuwirken, möchten die USA gemeinsam mit Indien, Australien und Japan ihre Kooperation intensivieren. Die Außenminister der vier Länder einigten sich darauf, den Seeverkehr in der Region künftig effektiver zu überwachen. Auch bei der Zusammenarbeit zu wichtigen Rohstoffen sind Fortschritte geplant.

Im Rahmen ihres Vierer-Bündnisses bekräftigten die USA, Indien, Australien und Japan ihr Ziel eines freien und offenen Indopazifik und kündigten neue Initiativen an. US-Außenminister Marco Rubio erklärte in Neu-Delhi, die Quad-Staaten strebten eine verbesserte Überwachung der maritimen Aktivitäten in der Region an. Dabei solle die Überwachungskapazität jedes Mitgliedslandes gezielt genutzt werden, um den Informationsaustausch zu optimieren.

Darüber hinaus plant die Gruppe, die Weitergabe von nahezu in Echtzeit erhobenen Daten zur kommerziellen Schifffahrt in der Region auszubauen. Erstmals wird es auch ein gemeinsames Hafeninfrastrukturprojekt geben, das den Fidschi-Inseln zugutekommen soll, so Rubio: „Wir geben bekannt, dass wir mit Fidschi zusammenarbeiten, um die Hafeninfrastruktur des Landes zu stärken.“ Weitere Abkommen des Treffens betreffen die Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen und der Energiesicherheit.

Am Treffen in Indiens Hauptstadt nahmen neben Rubio auch die australische Außenministerin Penny Wong sowie die Außenminister Subrahmanyam Jaishankar aus Indien und Toshimitsu Motegi aus Japan teil. Quad ist ein informelles Dialogforum, das 2007 ins Leben gerufen, zwischenzeitlich aufgelöst und vor zehn Jahren wieder aktiviert wurde. Offiziell richtet sich die Gruppe gegen keinen einzelnen Staat, wird jedoch als Reaktion auf Chinas wachsenden Einfluss in der Region betrachtet.

In einer gemeinsamen Stellungnahme äußerten die vier Außenminister ihre Besorgnis über die Lage im Ost- und Südchinesischen Meer – ohne China ausdrücklich zu nennen. Aufgrund von Territorialstreitigkeiten zwischen China und dessen Nachbarn gelten diese Gebiete als einige der gefährlichsten Krisenherde weltweit.

„Wir bekräftigen unsere Unterstützung für einen freien und offenen Indopazifik, der es den Staaten ermöglicht, ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken und ihren eigenen Weg zu bestimmen“, heißt es in der Erklärung aus Neu-Delhi. Der Begriff Indopazifik umfasst dabei in etwa den Raum vom Indischen Ozean bis zum nördlichen Pazifik, einschließlich des Großteils Asiens und der Westküste der USA.