Kuba warnt vor Eskalation: US-Eingriff könnte verheerende Folgen haben
Kuba erhöht den Druck gegenüber den USA mit klaren Worten: Präsident Díaz-Canel droht bei einem militärischen Eingreifen nicht nur mit einem „Blutbad“, sondern warnt auch vor einer Eskalation, die weitreichende Konsequenzen für die gesamte Region haben könnte.
Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel betonte auf X, dass jeder militärische US-Einsatz gegen Kuba zu einem „Blutbad“ führen würde, das den Frieden und die Stabilität in der Region erheblich gefährdet. Kuba sieht sich selbst nicht als Bedrohung.
Außenminister Bruno Rodriguez ergänzte in einem separaten Statement, dass Kuba gemäß der UN-Charta das Recht auf legitime Selbstverteidigung besitzt. Er kritisierte, dass Angriffe auf Kuba mit falschen Vorwänden gerechtfertigt werden. Eine Stellungnahme der US-Regierung dazu liegt bislang nicht vor.
Nach Angaben des Nachrichtenportals „Axios“ hat Kuba über 300 Militärdrohnen erworben und erwägt deren Einsatz gegen den US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay, US-Kriegsschiffe sowie Ziele in Florida.
US-Präsident Donald Trump verfolgt offen das Ziel eines Regimewechsels in Kuba. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, basierend auf Insiderinformationen aus dem US-Justizministerium, planen Staatsanwälte eine Anklage gegen den ehemaligen kubanischen Staatschef Raul Castro wegen des Abschusses von zwei Flugzeugen der Hilfsorganisation Brothers to the Rescue im Jahr 1996. Eine solche Anklage gegen den 94-jährigen Castro würde den Druck der US-Regierung weiter erhöhen.
Die USA haben die Energieversorgung der Insel stark eingeschränkt. In den letzten Wochen wurde Treibstoff knapp, und Strom steht oft nur für ein bis zwei Stunden täglich zur Verfügung. Die Spannungen zwischen den beiden Nachbarländern reichen bis zur kommunistischen Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959 zurück.
In den Folgejahren schloss sich Castro der Sowjetunion an und enteignete US-amerikanische Unternehmen und Landbesitz, was die Grundlage für den langanhaltenden Konflikt bildete. Aus dieser Zeit stammt auch das umfassende US-Embargo gegen Kuba, das bis heute besteht.