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Kanadas Munitionserzeugung als Schlüssel zur Unabhängigkeit erklärt: Verteidigungsminister

Kanadas Munitionserzeugung als Schlüssel zur Unabhängigkeit – Verteidigungsminister

Die Bundesregierung kündigte am Mittwoch eine Investition von 1,4 Milliarden Dollar an, um die Munitionserzeugung in Kanada zu stärken. Verteidigungsminister David McGuinty bezeichnete dies als „unverzichtbar“ für die Unabhängigkeit Kanadas.

McGuinty erläuterte, dass das Canadian Defence Industry Resilience Program Teil der umfassenderen Verteidigungsindustrie-Strategie Kanadas sei, die Premierminister Mark Carney im vergangenen Monat vorgestellt habe.

„Dieses Programm zielt darauf ab, Kanadas Fähigkeit zu stärken, die für die Verteidigung benötigte Ausrüstung hierzulande selbst herzustellen“, erklärte er.

„Die eigene Munition herstellen zu können, ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Das stärkt unsere Unabhängigkeit, schützt uns vor globalen Lieferengpässen und stellt sicher, dass unsere Streitkräfte stets das erhalten, was sie brauchen, genau dann, wenn sie es brauchen.“

Im Rahmen dieses Programms wird IMT Precision bis zu 306,4 Millionen Dollar erhalten, um eine neue Anlage für die Produktion von Metallschalen für 155-Millimeter-Artilleriegeschosse zu errichten, berichtete McGuinty.

„Diese Komponenten sind für unsere Streitkräfte und Verbündeten von entscheidender Bedeutung und weltweit sehr gefragt – unter anderem in der Ukraine oder in Lettland, wo 3.000 kanadische Soldaten stationiert sind und Kanada eine multinationalen Brigade aus 14 Nationen anführt“, fügte er hinzu.

McGuinty kündigte außerdem Pläne an, die Produktion von Nitrozellulose – einem wichtigen Bestandteil von Treibmitteln und Munition – in Quebec auszubauen.

Darüber hinaus gab er bekannt, dass 57,8 Millionen Dollar in die Errichtung der ersten kanadischen Produktionsstätte für Ladungen der Sturmgewehre M-231 und M-232 fließen sowie 642 Millionen Dollar für die Herstellung von 155-Millimeter-Sprenggeschossen investiert werden.

„Diese Investitionen sind mehr als nur Ausgaben. Sie sind Grundsteine einer modernen Verteidigung und sichern Kanadas Vorbereitung – nicht nur für heute, sondern auch für die Zukunft“, so McGuinty.

Auf eine Frage von Journalisten antwortete McGuinty, Kanada sei auf Kurs, bis zum 31. März das Ziel zu erreichen, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben.

„Bleiben Sie dran – das ist kein kurzfristiger Ausgabenanstieg, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit“, betonte er.