Thunder handeln Publikumsliebling Dort zu den Hawks in Sparmaßnahme
Die Oklahoma City Thunder sind nicht länger die Heimat der „Dorture Chamber.“
Am Sonntag tradeten die Thunder den Guard Luguentz Dort im Rahmen eines Dreier-Deals zu den Atlanta Hawks, an dem auch die Dallas Mavericks beteiligt waren. Dabei erhielten die Thunder drei Zweitrunden-Picks. Dallas wiederum sicherte sich den Forward Zaccharie Risacher, den Nummer-1-Pick des NBA-Drafts 2024.
Warum haben die Thunder Lu Dort getradet?
Der Trade von Dort ist vor allem eine finanzielle Entscheidung der Oklahoma City Thunder. Nachdem Dort seine Spieleroption in der Offseason gezogen hatte, stand er vor dem letzten Jahr seines Vertrags und sollte 18,722 Millionen Dollar verdienen. Eine Vertragsverlängerung für den First-Team-All-Defense-Auswahlspieler der Saison 2024-25 war nicht realistisch.
Vor dem Trade lag Oklahoma City über der sogenannten zweiten Gehaltsobergrenze (221,686 Mio. Dollar, laut Spotrac). Teams, die darüber liegen, müssen mit Strafen rechnen, wie eingefrorenen Draft-Picks, Sperren im Free-Agent-Markt und Verboten für Sign-and-Trade-Deals.
Laut Spotrac-Experte Keith Smith liegen die Thunder nach dem Trade wieder unter dieser zweiten Gehaltsgrenze. Oklahoma City schafft dadurch eine 17,7-Millionen-Dollar-Ausnahme für Dort, die es Teams erlaubt, Spieler zu verpflichten, wenn sie über der ersten Gehaltsobergrenze (209,015 Mio. Dollar) aber unter der zweiten liegen.
Für die Hawks stellt die Vertragsverlängerung mit Dort kein Problem dar. Spotrac schätzt, dass Atlanta 31,274 Millionen Dollar Spielraum unter der zweiten Gehaltsobergrenze hat.
Obwohl der Trade aus finanzieller Sicht Sinn macht, wird er viele Fans der Thunder enttäuschen. Der ehemalige undraftete Spieler wurde in seinen sieben Jahren in Oklahoma City durch seine kompromisslose Defense zum Fanliebling. Das brachte ihm in den sozialen Medien den Spitznamen „Dorture Chamber“ ein, den er sehr schätzte.
„Ich habe es auf Twitter [jetzt X] gesehen“, erzählte Dort 2025 dem Hawks-Guard Dyson Daniels. „Ich habe viele Bilder und Memes gesehen und dachte mir: ‚Das ist ein cooler Name.'“
Daniels, ein defensiver Spezialist, trägt ebenfalls einen Spitznamen, „The Great Barrier Thief.“ Die Kombination der beiden Guards macht die Hawks zu einem der besten defensiven Backcourts der NBA. Die Thunder verfügen weiterhin über starke Verteidiger wie die Guards Cason Wallace und Alex Caruso, doch Dorts Abgang wird spürbar sein.
Dort spielte eine Schlüsselrolle, als die Thunder in der Saison 2024-25 ihren ersten Meistertitel in Oklahoma City gewannen und belegte in den Playoffs mit 1,3 Steals pro Spiel den fünften Platz im Team. Die Fans der Franchise werden seine Leistungen immer wertschätzen, egal wo er künftig spielt.