Audimax » Sport » NBA » Pistons-Guard Chaz Lanier kämpft um einen Platz in der Rotation der Summer League

Pistons-Guard Chaz Lanier kämpft um einen Platz in der Rotation der Summer League

Chaz Lanier überzeugt mit Distanztreffern bei den Detroit Pistons

In seiner Rookie-Saison brachte der 2025er Zweitrundenpick Chaz Lanier von den Detroit Pistons noch keine großen Akzente. Doch bei der diesjährigen NBA Summer League präsentierte er sich als treffsicherer Distanzschütze, was ihm einen Platz in der Rotation der wurfschwachen Pistons einbringen könnte.

Lanier führte alle Spieler mit 20 verwandelten Dreipunktwürfen in nur vier Summer-League-Spielen an und erzielte eine beeindruckende Quote von 51,3 Prozent von jenseits der Linie. Diese Schusstechnik bewies er bereits im College und sie könnte für die Pistons auf ihrem Weg zur Meisterschaft von unschätzbarem Wert sein.

Chaz Lanier – eine Schießbude in Tennessee

In der Saison 2023/24 versenkte Lanier für Northern Florida 106 Dreipunktwürfe und führte die Atlantic Sun Conference mit einer Trefferquote von 44 Prozent von außen an. Anschließend wechselte er zu Tennessee, wo er mit 123 getroffenen Dreiern die SEC anführte, dabei im Schnitt 18 Punkte erzielte und es ins All-America-Team schaffte.

So wurde aus einem wenig beachteten Talent, das als Highschool-Freshman nur 1,68 Meter maß, der 37. Pick im NBA-Draft 2025. Im Vorjahr verloren die Pistons ihre beiden besten Dreipunktschützen Malik Beasley und Tim Hardaway Jr., doch Lanier erhielt hinter Duncan Robinson, Caris LeVert, Jaden Ivey und dem zweiten Jahr spielenden Guard Daniss Jenkins kaum Einsatzzeit.

Nun sind LeVert und Ivey nicht mehr im Team, wodurch sich für Lanier eine neue Chance eröffnet. Detroit benötigt dringend Schützen von außen – und Lanier ließ in Vegas nicht nur schnell Würfe los, sondern versenkte sie auch sicher.

Detroit Pistons setzen auf junge Scorer

Lanier war im College kein herausragender Verteidiger, doch das sollte bei den Pistons weniger ins Gewicht fallen, da sie in der vergangenen Saison mit Rang zwei die zweitbeste Defensive der NBA stellten. Mit starken Verteidigern wie Ausar Thompson, Cade Cunningham und Ron Holland sowie dem eingeschränkten Free Agent Jalen Duren kann Detroit es sich leisten, Lanier Spielzeit zu geben.

Dies könnte auch die Überlegung der Pistons hinter dem Trade für den Erstrundenpick Ebuka Okorie sein, einen etwas klein geratenen 1,85 Meter großen Point Guard, der in der vergangenen Saison an der Stanford University mit Pull-up-Jumpern und Dribblings zum Korb überzeugte. Da Detroit in den Playoffs oftmals offensiv ins Stocken geriet, könnten Minuten für Lanier und Okorie sowie der Transfer des Distanzschützen Isaiah Joe die Offensivkraft der Pistons wiederbeleben.

Für Lanier zeigte die Summer League, dass er nicht so sehr an seinem Wurf arbeiten muss, sondern vor allem mehr Spielzeit braucht. Diese Chance erhielt er in Vegas und erwies sich als bester Schütze der Summer League. Nun könnte er zu einer der wichtigsten Offensivwaffen der Pistons von der Bank werden.