Innerhalb einer Woche erneut Todesfall bei ICE-Einsatz in den USA
Erneut fordert ein Einsatz der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE ein Menschenleben. Dieses Mal ereignete sich der Vorfall im Bundesstaat Maine, wobei die genauen Umstände bislang ungeklärt sind. Der letzte tödliche Fall liegt weniger als eine Woche zurück.
Nach Berichten der Medien kam es bei einem Einsatz der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE erneut zu einem tödlichen Zwischenfall. Dieser Vorfall fand in Biddeford, Maine, statt, wie US-Medien unter Berufung auf einen Sprecher des dortigen Repräsentantenhauses mitteilten. Weitere Details zu den Umständen sind bislang nicht veröffentlicht worden.
In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Videos, die die leblos am Boden liegende Person in einem Wohngebiet zeigen, während mehrere Einsatzkräfte über dem Körper stehen. In unmittelbarer Nähe ist ein Fahrzeug zu sehen, das offenbar von einem Polizeiauto gerammt wurde.
Dies ist bereits der zweite tödliche Vorfall dieser Art innerhalb weniger Tage. Am vergangenen Dienstag erschoss ein ICE-Beamter in Houston, Texas, einen Autofahrer. Dabei handelte es sich um einen mexikanischen Staatsbürger. Bei ähnlichen Ereignissen in diesem Jahr hatte das US-Heimatschutzministerium mehrfach die Getöteten verantwortlich gemacht und die Handlungen der Beamten als Notwehr dargestellt. Allerdings warfen Videoaufnahmen der Einsätze erhebliche Zweifel an diesen Darstellungen auf.
Die Vorgehensweise von ICE sorgt in diesem Jahr wiederholt für Empörung und Unverständnis. Besonders das brutale Verhalten der Behörde in Minneapolis, wo im Januar zwei US-Staatsbürger von ICE-Beamten erschossen wurden, löste massive Proteste aus. Die tödlichen Schüsse führten zu einer Eskalation und wochenlangen Demonstrationen in der Region Minneapolis-St. Paul.