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Neue Vorwürfe gegen Nigel Farage wegen nicht gemeldeter Zuwendungen

Zuwendungen für Reform-UK-Chef: Bericht erhebt neue Vorwürfe gegen Nigel Farage

Nigel Farage und seine Partei Reform UK genießen Umfrageerfolge, doch Schatten werfen nicht angegebene Zuwendungen vor seiner Rückkehr ins Parlament auf ihn. Jetzt taucht ein weiterer Fall auf.

Der britische Rechtspopulist Nigel Farage sieht sich aktuell mit neuen Anschuldigungen konfrontiert, weil er Zuwendungen nicht ordnungsgemäß offengelegt haben soll. Die „Sunday Times“ berichtete, dass ein wegen Betrugs verurteilter Krypto-Unternehmer vor Farages Wiedereinzug ins Parlament für dessen Sicherheit und Mitarbeiterkosten aufkam. Ein Abgeordneter der Liberaldemokraten forderte daraufhin eine Untersuchung durch den Ethikbeauftragten des Unterhauses. Bereits läuft ein Verfahren gegen Farage wegen einer nicht deklarierten Millionenspende eines anderen Krypto-Milliardärs.

Der Zeitung zufolge mietete der in den USA wegen Betrugs verurteilte George Cottrell eine Villa in der Nähe des Buckingham-Palastes, in der Farage zeitweise übernachtet haben soll. Kurz vor Farages Rückkehr in die Spitzenpolitik 2024 habe der 32-jährige Unternehmer zudem Sicherheitskosten sowie Personal für die Betreuung von Farages Online-Konten übernommen.

Neu gewählte Abgeordnete im britischen Parlament sind verpflichtet, Geschenke und geldwerte Vorteile aus dem Jahr vor ihrer Wahl anzugeben, sofern diese „bei vernünftiger Betrachtung“ mit politischer Tätigkeit in Verbindung stehen.

Robert Jenrick von Reform UK erklärte gegenüber der BBC, Cottrell sei ein „alter Bekannter“ Farages. Er habe 2024 vor Farages Parlamentseinzug dessen Mitarbeiter und Sicherheitsdienste finanziert. Farage habe zudem nur „gelegentlich“ in Cottrells Anwesen gewohnt. „Es wurden keine Vorschriften verletzt“, so Jenrick.

Umfrageführerschaft trotz Kontroversen

Farage wird zudem wegen einer nicht gemeldeten Zahlung von fünf Millionen Pfund (knapp sechs Millionen Euro) geprüft, die der in Thailand lebende Luftfahrtunternehmer und Krypto-Investor Christopher Harborne ihm zukommen ließ. Farage und Reform UK erklärten, es handele sich um ein persönliches Geschenk für seine Sicherheit.

Als eines der bekanntesten Gesichter der Brexit-Kampagne führt Farage die rechtsgerichtete Partei Reform UK an. Diese liegt aktuell in Umfragen vor der regierenden Labour-Partei sowie den konservativen Tories. Aufgrund des britischen Wahlsystems ist jedoch unklar, ob die Partei bei Wahlen eine parlamentarische Mehrheit erringen kann.

Bei den Kommunalwahlen im Mai in England sicherte sich Reform UK fast 1500 Sitze. Bei einer entscheidenden Nachwahl für einen Parlamentssitz im Nordwesten Englands im Juni unterlag ihr Kandidat jedoch deutlich dem Labour-Politiker Andy Burnham, dem voraussichtlichen Nachfolger von Premierminister Keir Starmer, der Ende Juni seinen Rücktritt angekündigt hatte.