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200 Millionen aus Deutschland: Nato-Gruppe garantiert Ukraine Militärhilfe in Milliardenhöhe

200 Millionen aus Deutschland: Nato-Gruppe sagt Ukraine Militärhilfe in Milliardenhöhe zu

Das Nato-Treffen in Brüssel gilt für die Ukraine als großer Erfolg. Der ukrainische Verteidigungsminister verkündete am Ende neue Zusagen im Milliardenbereich für US-Rüstungsgüter, Drohnen, Raketen und Patriot-Munition, wobei Deutschland eine zentrale Rolle einnimmt.

Die Ukraine erhielt nach eigenen Angaben bedeutende neue Militärhilfen im Wert von mehreren Milliarden Dollar für ihren Verteidigungskampf gegen Russland. Bei einem von Deutschland und Großbritannien geleiteten Treffen im Nato-Hauptquartier in Brüssel wurden Gelder in Höhe von rund einer Milliarde US-Dollar (etwa 900 Millionen Euro) zur Finanzierung von US-Rüstungsgütern für die Ukraine zugesichert, erklärte Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow in einer anschließenden Pressekonferenz.

Darüber hinaus wurde Unterstützung für umfangreiche Artilleriesysteme sowie für die Herstellung von Drohnen und Raketen angekündigt, berichtete er. Allein die Niederlande sagten Hilfe für über 700 Marschflugkörper zu. „Das volle Ausmaß und die Bedeutung dieser Zusagen lassen sich erst in den kommenden Stunden abschätzen, da heute zahlreiche unterschiedliche Ankündigungen erfolgten“, so Fedorow. Bereits jetzt sei erkennbar, dass das Gesamtvolumen etwa vier Milliarden US-Dollar erreichen dürfte – möglicherweise sogar mehr.

Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj die unzureichende Finanzierung neuer Robotersysteme und weitreichender Artilleriemunition durch die Partnerstaaten kritisiert. Er forderte die Unterstützer auf, ihre Zusagen nicht bis zum Nato-Gipfel in knapp drei Wochen aufzuschieben. „Russland greift uns jeden Tag an“, betonte er in Brüssel.

Das Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe wurde von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und seinem britischen Amtskollegen Dan Jarvis geleitet. Pistorius hatte bereits am Morgen angekündigt, dass Deutschland sich mit 200 Millionen US-Dollar an der Beschaffung von Patriot-Abfangflugkörpern im Rahmen des sogenannten Purl-Programms beteiligen werde. Diese Initiative sieht vor, dass in den USA produzierte Munition und Waffen an europäische Verbündete sowie Kanada verkauft werden, die diese dann der Ukraine bereitstellen.

Am Abend erklärte Pistorius, dass Russlands Präsident Wladimir Putin akzeptieren müsse, dass sein fortdauernder brutaler Krieg gegen die Ukraine keinen Zweck erfülle. Die Ukraine könne weiterhin auf die Unterstützung Deutschlands bauen.