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Entlassungen von WM-Trainern: Wie viele Teams wechselten den Coach während des Turniers?

WM-Trainerwechsel: Wie viele Teams tauschten ihren Coach mitten im Turnier?

Die WM-Kampagne Tunesiens 2026 geriet beinahe vor dem Start bereits ins Chaos. Der Cheftrainer Sabri Lamouchi wurde vom tunesischen Verband entlassen, nachdem die nordafrikanische Mannschaft am Sonntag in ihrem Auftaktspiel der Gruppe F mit 1:5 gegen Schweden unterging.

Lamouchi, der zwischen 1996 und 2001 zwölf Mal für Frankreich spielte, hatte das Team erst im Januar übernommen und in fünf Partien drei Niederlagen kassiert. Sein Nachfolger wird der ebenfalls französische Hervé Renard sein, der bereits Marokko und Saudi-Arabien bei Weltmeisterschaften betreute und nun Tunesien gegen Japan und die Niederlande neu ausrichten soll.

Ein seltener Neustart bei der WM

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Trainer während einer Weltmeisterschaft entlassen wird, und auch nicht das erste Mal, dass Tunesien diesen Schritt geht.

Tunesien zählt zu nur drei Nationalmannschaften, die bereits vor ihrem letzten Spiel des Turniers einen Trainerwechsel vornahmen. Ironischerweise ereigneten sich alle drei früheren Fälle bei der WM 1998, nachdem die Teams bereits vorzeitig ausgeschieden waren.

Trainerwechsel bei Saudi-Arabien, Südkorea und Tunesien

Vier Jahre nach dem Triumph mit Brasilien bei der WM 1994 erlebte Carlos Alberto Parreira 1998 mit Saudi-Arabien in Frankreich eine ganz andere Situation. Nach einer 0:4-Niederlage gegen Gastgeber Frankreich und einer 0:1-Pleite gegen Dänemark wurde er entlassen. Mohammed Al-Kharashy führte Saudi-Arabien im letzten Gruppenspiel, einem bedeutungslosen 2:2 gegen Südafrika, aufs Feld.

Nach einer 1:3-Niederlage gegen Mexiko und einer 0:5-Klatsche gegen die Niederlande zog Südkorea die Reißleine und entließ den legendären Ex-Spieler Cha Bum-kun. Der Interimscoach Kim Pyung-seok erreichte im letzten Gruppenspiel ein 1:1 gegen Belgien.

Auch Tunesien griff damals ein und trennte sich von Trainer Henryk Kasperczak nach einer 0:2-Niederlage gegen England und einer 0:1-Pleite gegen Kolumbien. Sein Nachfolger Ali Selmi holte im abschließenden Gruppenspiel ein 1:1 gegen Rumänien.

Der einzige Rücktritt bei einer WM

Nur ein Trainer trat jemals während einer Weltmeisterschaft freiwillig zurück: Andy Beattie aus Schottland im Jahr 1954.

Schon vor dem Turnier war Beattie unzufrieden mit dem schottischen Fußballverband, der ihm nur die Nominierung von 13 Spielern erlaubte. Die 0:1-Niederlage gegen Österreich im Eröffnungsspiel war der letzte Auslöser. Beattie trat zurück, und ein Auswahlkomitee übernahm für das zweite und letzte Gruppenspiel, das mit 0:7 gegen Uruguay verloren ging.