G7-Gipfel: Merz überreicht Trump Nationaltrikot mit der Nummer 47 als Geschenk
Das Verhältnis zwischen Merz und Trump ist seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs angespannt. Beim G7-Gipfel ist kein bilaterales Treffen der beiden Staatsmänner vorgesehen. Trotzdem überreicht der Kanzler dem US-Präsidenten eine besondere Geburtstagsgabe.
Friedrich Merz überraschte Donald Trump beim G7-Gipfel mit einem Geschenk, das zur aktuellen Fußball-WM passt. Der CDU-Vorsitzende schenkte dem US-Präsidenten ein Trikot der deutschen Nationalmannschaft mit dem Spielernamen „Trump“ und der Nummer 47. Diese Zahl steht für Trump als den 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten, wo gerade die Fußballweltmeisterschaft stattfindet. Am Sonntag beging Trump seinen 80. Geburtstag.
Merz übergab das Trikot vor einer Sitzung zur Ukraine-Lage, während Trump bereits am runden G7-Tisch Platz genommen hatte. Der Kanzler entfaltete das Shirt aus Papierverpackung und reichte es dem Präsidenten. Im Sitzen nahm Trump das Trikot entgegen, bedankte sich mit einem Handschlag und präsentierte lächelnd die Rückseite mit Namen und Nummer den Kameras. Anschließend legte er das Shirt zusammengefaltet auf den Tisch neben sich.
Auf der Plattform X schrieb Merz: „Herzlichen verspäteten Glückwunsch zum 80. Geburtstag.“ An Trump gerichtet ergänzte er: „Schließlich spielen wir im selben Team.“
Merz bringt Trump zahlreiche Geschenke mit
Bereits vor dem Gipfel hatte Merz dem US-Präsidenten zu dessen Geburtstag einen handschriftlichen Brief zukommen lassen, der laut Berliner Regierungskreisen im Weißen Haus von einem Boten übergeben wurde.
Seit Trumps Amtsantritt hat Merz ihn bei Besuchen in den USA mehrfach beschenkt. Zum Antrittsbesuch vor knapp einem Jahr brachte Merz eine Kopie der Geburtsurkunde von Trumps Großvater aus Kallstadt in der Pfalz sowie einen Golfschläger mit. Im März überreichte der Kanzler Trump bei seinem dritten Washington-Besuch eine Nachbildung eines Freundschafts- und Handelsvertrags zwischen den USA und Preußen aus dem Jahr 1785.
Das Verhältnis zwischen Merz und Trump begann im vergangenen Jahr positiv, hat sich jedoch nach scharfer Kritik des Kanzlers am Iran-Krieg deutlich verschlechtert. Als Reaktion kündigte Trump den Abzug von US-Truppen aus Deutschland an. Für den G7-Gipfel, der bis Mittwoch dauert, ist kein direktes Gespräch zwischen beiden vorgesehen, obwohl Trump mehrere bilaterale Treffen mit anderen Regierungschefs geplant hat.