Gesundheitsgerüchte um US-Senator McConnell: Ist er wirklich hirntot?
Seit fast einem Monat befindet sich US-Senator Mitch McConnell im Krankenhaus. Offizielle Angaben zu seinem Gesundheitszustand bleiben rar, während in sozialen Netzwerken zahlreiche Spekulationen die Runde machen. Sein Büro teilte lediglich mit, dass sich der 84-Jährige weiterhin in medizinischer Behandlung befinde.
Die Unsicherheit über den Zustand des bekannten US-Senators Mitch McConnell sorgt in Washington für Gesprächsstoff: Der 84-jährige Republikaner liegt seit vier Wochen im Krankenhaus, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand nährt. Ein Sprecher betonte auf Nachfrage, McConnell sei „dankbar für die überwältigende Unterstützung während seiner laufenden Genesung im Krankenhaus“.
Die Aktivistin Laura Loomer, die Präsident Donald Trump nahe steht, befeuerte die Gerüchteküche zusätzlich. Am Montag schrieb sie auf dem Kurznachrichtendienst X, sie habe aus dem Weißen Haus erfahren, dass McConnell „hirntot“ sei. „Er wird nicht zurückkehren“, zitierte sie eine anonyme Quelle.
McConnell wurde am 14. Juni ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Büro gab dazu lediglich bekannt, er erhalte eine „hervorragende medizinische Betreuung“. Medien berichteten, Rettungskräfte seien wegen einer bewusstlosen Person zu McConnells Wohnsitz gerufen worden und hätten Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet. Diese Angaben wurden jedoch nicht offiziell bestätigt.
Geplanter Rückzug Anfang 2027
„Viele von uns äußern sich nicht zum Gesundheitszustand von Mitch McConnell, weil uns keine verlässlichen Informationen vorliegen“, schrieb der republikanische Senator Mike Lee auf X. Der Senat befindet sich derzeit in der Sitzungsunterbrechung, soll jedoch ab Montag wieder tagen. Die Republikaner halten eine knappe Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen. Präsident Trump drängt unter anderem auf die Verabschiedung eines umstrittenen Wahlgesetzes.
McConnell zählte über Jahrzehnte zu den einflussreichsten Republikanern im Kongress. Der Politiker aus Kentucky ist seit 1985 Mitglied des Senats. Von 2007 an war er zunächst Minderheitsführer seiner Partei und erreichte zwischen 2015 und 2021 sein Karriereziel als Mehrheitsführer im Senat. Im vergangenen Jahr kündigte McConnell an, Anfang 2027 in den Ruhestand zu gehen.
Während Trumps erster Amtszeit arbeitete McConnell eng mit dem Präsidenten zusammen und setzte gemeinsam mit ihm eine konservative Agenda durch. Nach Trumps Wahlniederlage 2020 distanzierte sich der Senator jedoch von dessen Behauptungen über Wahlbetrug und machte Trump für den Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 verantwortlich.
Nach Trumps erneuter Amtseinführung vor rund anderthalb Jahren wurde McConnell zunehmend zum innerparteilichen Kritiker. So verweigerte er dem umstrittenen Verteidigungsminister Pete Hegseth und weiteren Kabinettsmitgliedern seine Unterstützung. Trump bezeichnete ihn daraufhin als „üblen Typen“, der „seinen Job als führender Republikaner im Senat miserabel gemacht“ habe.