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Experten sind sich einig: Wenn Ihr Chef das Schauen der Weltmeisterschaft während der Arbeitszeit verbietet, steigt die Produktivität nicht

Experten: Weltmeisterschaft während der Arbeitszeit verbieten steigert Produktivität nicht

Die Weltmeisterschaft hat die besondere Fähigkeit, die Welt kurzzeitig stillstehen zu lassen: Pläne geraten ins Stocken, Besprechungen werden unerwartet kürzer und selbst die strengsten Terminpläne beginnen sich zu verändern. Es ist kaum übertrieben zu sagen, dass viele Menschen ihren Sommer um die Spiele herum planen. Vor diesem Hintergrund führte El Economista Gespräche mit mehreren Geschäftsführern über den sensiblen Umgang mit dem Turnier am Arbeitsplatz.

Experten warnen davor, dass ein Verbot für Mitarbeiter, die Spiele zu verfolgen, sie lediglich zu heimlichen Fans machen könnte, die das Geschehen auf jegliche Weise verfolgen. Selbst wenn niemand tatsächlich zuschaut, könnte die Frustration über das Verpassen dennoch das Team belasten.

„Unabhängig davon, ob wir Fußball mögen oder wie die Nationalmannschaft spielt, ist es ein Ereignis, das als kollektiver Katalysator wirkt“, erklärte Antonio López, Mitgründer und CEO von VUCA. „Für mindestens drei Spiele sind Menschen in Organisationen vereint, motiviert und begeistert, ihre Nationalmannschaft zu verfolgen. Diese gemeinsame Emotion schafft oft ein Gefühl kollektiver Identität.“

Auf die Frage, ob das Turnier die Produktivität beeinträchtigen oder Probleme für Unternehmen verursachen könnte, antwortete Daniela Blank, CEO von Grow – einer Agentur für Organisationskultur – dass es nach hinten losgehen kann, wenn man so tut, als fände das Ereignis nicht statt.

Warum wir keine Roboter sind und Erlaubnis für die WM brauchen

„Wir sind keine Roboter, und die Produktivität ist nicht jeden Tag gleich“, erklärte Blank. „Sie kann etwas abfallen, aber es gibt Wege, dies so zu steuern, dass die Auswirkungen minimal bleiben.“

Antonio López stimmt zu, dass strenge Verbote selten die Disziplin bringen, die sich Führungskräfte erhoffen. Im Gegenteil: Sie laufen Gefahr, eine Belegschaft zu schaffen, die zwar physisch anwesend ist, aber ständig im Kopf die Spielergebnisse verfolgt.

Um die Arbeitsatmosphäre während des einmonatigen Turniers gesund zu halten, empfehlen Experten den Personalabteilungen eine überraschend einfache Methode: Mitarbeiter nach ihren Wünschen zu fragen. So können Unternehmen praktische Lösungen finden, um Arbeitsverpflichtungen und das Verfolgen des Wettbewerbs in Einklang zu bringen.

„Einfach zu fragen, wie die Mitarbeiter damit umgehen möchten und wie sie die Spiele schauen können, ohne ihre Aufgaben zu vernachlässigen, ist eine gute Strategie“, schlug Blank vor.

Also, hier haben Sie es. Leiten Sie diesen Artikel an Ihren Chef weiter und machen Sie sich bereit für einen Monat voller internationaler Top-Spiele. Und falls das Verbot bestehen bleibt, keine Sorge – wir halten Sie während des Turniers heimlich auf dem Laufenden.