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Kasachischer Präsident fordert von Putin: Konflikt in der Ukraine einfrieren

"Einfrieren" des Konflikts: Kasachischer Präsident fordert Stopp der Kämpfe von Putin

Als enger Partner Moskaus setzt sich Kasachstans Präsident Tokajew nun für ein Ende des Krieges in der Ukraine ein – und zwar im direkten Austausch mit dem russischen Präsidenten.

Der kasachische Staatschef Kassym-Schomart Tokajew hat während eines Gipfeltreffens mit Wladimir Putin in Omsk, Sibirien, dazu aufgerufen, die Kampfhandlungen in der Ukraine zu beenden. Er schlug vor, den Konflikt vorübergehend „einzufrieren“. Obwohl Kasachstan Russland eng verbunden ist, hat das Land niemals offen die russische Offensive in der Ukraine unterstützt.

Tokajew erklärte in Omsk: „Wie man aus dieser Situation herauskommt, weiß niemand, da beide Seiten unterschiedliche Standpunkte vertreten. Dennoch gibt es die Möglichkeit, den Konflikt vorübergehend zu stoppen.“ Er betonte, dass es eine Tragödie sei, dass junge Menschen sterben, und forderte ein sofortiges Ende der Gewalt. Putin kündigte an, Tokajew im weiteren Gesprächsverlauf ausführlich über die Lage an der „ukrainischen Front“ zu informieren, wie der „Spiegel“ berichtete.

Der Krieg in der Ukraine wirkt sich auch auf Kasachstans Erdölproduktion aus. Angriffe ukrainischer Kräfte auf den Schwarzmeerhafen Noworossijsk führten zu einem Exportstopp kasachischen Öls über diesen Umschlagplatz. Bereits im Mai erlitt Kasachstan einen Rückschlag, als Russland die Durchleitung von Öl über die Druschba-Pipeline nach Deutschland aufgrund der ukrainischen Angriffe stoppte. Die angespannte Energiemarkt-Situation infolge des Krieges im Nahen Osten verschärft die Herausforderungen zusätzlich.