Vorschau auf die Eastern Conference Finals: Cavaliers gegen Knicks
Am Sonntag stand für die New York Knicks fest, gegen wen sie in den Eastern Conference Finals antreten, nachdem die Cleveland Cavaliers die Detroit Pistons im entscheidenden siebten Spiel der Halbfinalserie klar besiegt hatten.
Bevor die Serie am Dienstag beginnt, stellen wir fünf entscheidende Faktoren vor, die bestimmen werden, welches Team ins NBA-Finale einzieht.
Welche Stars zeigen ihre beste Leistung?
Basketball kann manchmal komplex sein, doch oft entscheidet einfach, welche Stars überzeugen. Knicks-Point-Guard Jalen Brunson erzielt in zehn Playoff-Spielen im Schnitt 27,4 Punkte bei einer Wurfquote von 48,5 Prozent (40,9 Prozent bei Dreiern). Er zählt zu den besten Isolation-Guards der Postseason und erzielt durchschnittlich 1,16 Punkte pro Ballbesitz – das ist Platz sieben unter den qualifizierten Spielern. (Quelle: NBA.com)
Center Karl-Anthony Towns brilliert ebenfalls in seiner erweiterten Rolle als Spielmacher. Er verzeichnete bereits drei Triple-Doubles in den ersten beiden Runden und kommt auf durchschnittlich 6,6 Assists pro Spiel – deutlich mehr als in seiner bisherigen Karriere.
Cavs-Guard Donovan Mitchell zählt seit Langem zu den besten Playoff-Spielern der Liga und führt Cleveland mit 25,6 Punkten pro Spiel in die Eastern Conference Finals. Seit seiner Rookie-Saison 2017/18 hat Mitchell mit 36 Spielen mit mindestens 30 Punkten in den Playoffs die NBA angeführt – mehr als Giannis Antetokounmpo, Nikola Jokic und Jayson Tatum. (Quelle: Stathead)
Die Cavaliers kamen in Runde 2 gegen die Pistons weiter, obwohl James Harden im siebten Spiel mit nur neun Punkten bei 2 von 10 Würfen schwach spielte. Während der sieben Spiele traf Harden nur 38 Prozent seiner Würfe, weswegen er für einen Cavaliers-Sieg deutlich effizienter agieren muss.
Der Kampf im Frontcourt
Towns zeigt ein vielseitiges Spiel, doch er ist nicht der einzige Big Man, der im kommenden Duell Akzente setzen wird. Cavaliers-Center Jarrett Allen lieferte im siebten Spiel gegen Detroit mit 23 Punkten bei 8 von 14 Würfen eine starke Leistung ab. Mit durchschnittlich 1,9 Blocks pro Playoff-Spiel sorgt er für eine wichtige Präsenz in der Defensive – ein großer Faktor gegen New York, das seit Saisonende mit 39,7 Prozent den höchsten Anteil seiner Würfe direkt am Korb nimmt, laut Cleaning The Glass.
Power Forward Evan Mobley von den Cavaliers hat sich nach einem wechselhaften Start in den Playoffs gut eingespielt und beendete die zweite Runde mit seinem zweiten 20-Punkte-Double-Double der Postseason.
Das offensive Zusammenspiel der Knicks
Die Knicks begeistern offensiv und liegen in den Playoffs mit 120,4 Punkten pro Spiel auf Platz zwei, ebenso wie bei den Assists mit 26,2 pro Partie. Ihre Wurfquote von 51,7 Prozent ist ligaweit die beste, inklusive 40,8 Prozent Dreierquote.
Die Stärke der Knicks liegt im Passspiel, das regelmäßig zu hochkarätigen Würfen führt. NBA.com-Daten zeigen, dass sie unter den Playoff-Teams den höchsten Anteil an offenen Würfen (34,5 Prozent) haben und diese auch mit 48,4 Prozent am effektivsten nutzen. Für die Cavaliers wird es entscheidend sein, nicht nur schnell auf die Schützen zu schließen, sondern auch Passwege zu blockieren und den Rhythmus der Offense zu stören. New York traf in den ersten beiden Runden 42,2 Prozent seiner Catch-and-Shoot-Dreier, während Cleveland im Schnitt 23,4 schnelle Dreier pro Spiel zuließ, die Gegner zu 40,2 Prozent verwandelten – der zweithöchste Wert der Liga.
Offensive Rebounds als Schlüssel
Unter den verbliebenen Teams führen die Knicks mit einer Defensiv-Rebound-Quote von 79 Prozent nach zwei Runden und erlauben ihren Gegnern nur 11,9 zweite Chancen-Punkte – der niedrigste Wert in den Playoffs (NBA.com).
Das verspricht ein Duell der Stärken gegen die Cavaliers, die mit 30,1 Prozent die beste Offensive-Rebound-Quote der vier Finalisten aufweisen. New York ist auch im Angriff am offensiven Brett effektiv. Da Ballbesitze wertvoll sind, wird das Team mit mehr Wurfversuchen pro Angriff einen Vorteil haben.
Wie gut schützen die Cavaliers den Ball?
Cleveland zeigt sich in Sachen Ballkontrolle anfällig – allein James Harden beging in den Eastern Conference Halbfinals 31 Turnover. Laut NBA.com ließen die Cavaliers in diesen Playoffs mit 22,1 Punkten pro Spiel aus Ballverlusten die meisten Punkte der Liga zu.
Die Knicks spielen zwar selten im Fastbreak, sind dort aber äußerst effizient und erzielen mit 1,33 Punkten pro Ballbesitz die beste Quote unter den Playoff-Teams. Wenn Cleveland New York überraschen will, muss es seine Ballbesitze wertschätzen. Andernfalls könnten die Knicks ihren ersten Eastern Conference Titel dieses Jahrhunderts feiern.