Knicks-Fans vor logistischem Albtraum bei Spiel 3 mit Trumps Besuch
Die New York Knicks konnten während ihrer historischen Playoff-Saison von leidenschaftlichen Zuschauern profitieren. Doch diese Begeisterung wurde gedämpft, als Fans über anderthalb Stunden warteten, um zum Spiel 3 ins Madison Square Garden zu gelangen.
Der Wunsch des Präsidenten, seine Heimatmannschaft gegen die San Antonio Spurs spielen zu sehen, führte bei ihrem ersten Heimspiel der Finalserie zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen. Das bedeutete längere Warteschlangen beim Einlass, und Zuschauer ohne Tickets durften sich nicht einmal in der Nähe des MSG aufhalten.
New York Knicks trüben ihre positive Stimmung
Knicks-Besitzer James Dolan hatte Präsident Donald Trump zum Finalspiel eingeladen, ohne wohl die logistischen Herausforderungen abzusehen. Fans dürfen keine Taschen mit in die Arena bringen, und Ticketinhaber berichteten von Verwirrung draußen, da die Polizei die Zuschauer immer wieder durch unterschiedliche Absperrungen leitete.
Laut Darren Rovell warteten manche Fans über 90 Minuten in der Schlange, während die Arena 90 Minuten vor Spielbeginn nur etwa zu zehn Prozent gefüllt war. Zudem untersagte die Stadt die spontanen Public-Viewing-Partys rund um die Arena, bei denen Fans, die sich die fast 10.000 Dollar teuren Tickets nicht leisten können, gemeinsam die Spiele verfolgen konnten.
Die NYPD sperrte den Fußgängerverkehr zwischen der 6th und 8th Avenue sowie zwischen der West 30th und West 35th Street für alle ohne Tickets komplett. Die verschärften Sicherheitsvorkehrungen führten dazu, dass Fans stundenlang draußen festsaßen und sich die Warteschlangen über mehrere Straßenzüge erstreckten.
Heimvorteil der Knicks könnte schwinden
Die Knicks konnten in den Playoffs bisher von einem starken Heimvorteil profitieren und gewannen 6 von 7 Spielen im MSG. Auch auswärts sorgten die orange-blauen Fans mit lautstarkem Jubel für Stimmung und übertönten oft die gegnerischen Anhänger bei Knicks-Siegen.
Die langen Wartezeiten und die Sicherheitskontrollen mit Metalldetektoren und Leibesvisitationen könnten jedoch einige der intensiven Heimfan-Liebe abschwächen. Bürgermeister Zohran Mamdani kündigte eine städtisch organisierte Public-Viewing-Party im Bryant Park an, etwa zehn Blocks vom MSG entfernt, doch diese ersetzt nicht die zahlreichen spontanen Straßenpartys sowie die Straßenverkäufer und Geschäfte, die durch die Sicherheitsmaßnahmen verdrängt wurden.
Andererseits haben Knicks-Fans seit 27 Jahren auf eine Finalteilnahme und seit 53 Jahren auf einen NBA-Titel warten müssen. Sie haben die schwierige Ära unter Dolan als Besitzer, schlechte Transfers wie die von Stephon Marbury, Andrea Bargnani, Eddy Curry und Steve Francis sowie mehrere juristische Skandale überstanden – ganz zu schweigen von der jahrelangen Unterlegenheit gegenüber den Nets.
Die langen Warteschlangen sind ärgerlich. Doch Knicks-Fans haben schon weit Schlimmeres durchgestanden.