Gründe für den Streit zwischen Tyler Herro und Bam Adebayo enthüllt
Tyler Herro und Bam Adebayo standen sieben Jahre lang als Teamkollegen und Freunde Seite an Seite.
Mittlerweile teilen die ehemaligen Miami Heat-Spieler weder das Umkleidezimmer noch einen freundlichen Umgang miteinander.
Am vergangenen Wochenende kam es in Las Vegas zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden, bei der der große Heat-Spieler Berichten zufolge dem neuen Milwaukee Bucks-Guard ins Gesicht schlug.
Adebayo soll verärgert gewesen sein über Kommentare, die Herro in den sozialen Medien geäußert hatte. Laut Yahoo Sports-Insider Kelly Iko entstand der Konflikt jedoch ursprünglich aus Herros Eindruck, dass Adebayo nicht genug unternommen habe, um ihn in Miami zu halten.
Tyler Herro wollte, dass Bam Adebayo sich für ihn einsetzt
„…es gibt zunehmend die Vermutung – zumindest bei Personen mit engem Bezug zu Miami (wenn auch nicht mehr im Team) –, dass ein großer Teil von Herros Kritik darauf fußt, dass Adebayo während der Verhandlungen um den Trade von Antetokounmpo geschwiegen hat und sich weder privat noch öffentlich für Herro eingesetzt hat, um dessen Bedeutung für die Organisation zu unterstreichen“, schrieb Iko.
Selbst wenn Adebayo die Macht gehabt hätte, Herro in Miami zu halten – was ihm als Franchise-Spieler wahrscheinlich möglich gewesen wäre –, ist es kaum vorstellbar, dass die Milwaukee Bucks Giannis Antetokounmpo getradet hätten, wenn einer von beiden Teil des Deals gewesen wäre.
Vielleicht ging es aber auch um Prinzipien. Möglicherweise wollte Herro einfach, dass sein Freund und Teamkollege sich als Zeichen solidarisch zeigt, auch wenn dies das Ergebnis nicht verändert hätte.
Letztendlich ist dies in erster Linie ein Geschäft, bei dem Egos verletzt und Beziehungen zerstört werden. Das ist der unangenehmste Teil des Sports, aber dennoch ein wesentlicher.
Die Heat und Bucks treffen in der kommenden Saison mehrfach aufeinander, vielleicht bereits zum Saisonauftakt oder an Weihnachten. Wenn es nicht schon spannend genug wäre, Giannis gegen sein ehemaliges Team spielen zu sehen, werden diese Begegnungen nun vermutlich auch landesweit im Fernsehen übertragen.