Kein WM-Ticket für Luis Suárez: Inter Miami-Star fällt aus Uruguays Kader
Luis Suárez wird bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 nicht mitspielen.
Uruguay hat seinen endgültigen 26-Mann-Kader für das Turnier bekanntgegeben, was das erste WM-Turnier ohne einige der prägenden Stars der jüngeren Vergangenheit bedeutet. Suárez, Diego Godín, Edinson Cavani und weitere langjährige Führungsspieler fehlen, da Marcelo Bielsa sein Vertrauen einer neuen Generation schenkt, angeführt von Federico Valverde, Ronald Araújo und José María Giménez.
Warum ist Luis Suárez nicht bei der WM dabei?
Suárez’ Nichtberücksichtigung kommt nicht völlig überraschend. Der Stürmer von Inter Miami beendete seine internationale Karriere nach der Copa América 2024 und obwohl er sich Anfang dieses Jahres wieder für eine Berufung zur Verfügung stellte, wurde er von Bielsa nicht nominiert, der jüngere Offensivspieler bevorzugt.
Der 39-Jährige vertrat Uruguay bei vier Weltmeisterschaften (2010, 2014, 2018 und 2022), erzielte dabei sieben Tore und trug dazu bei, dass La Celeste 2010 in Südafrika das Halbfinale erreichte.
Auch wenn die legendären Spieler fehlen, bleibt Uruguay eine der gefährlichsten Mannschaften in Gruppe H (neben Spanien, Kap Verde und Saudi-Arabien) und geht mit einem vielversprechenden Mix aus Erfahrung und Nachwuchstalenten ins Turnier.
Darwin Núñez erhält den Zuschlag
Eine der großen Fragen im Vorfeld war, ob Darwin Núñez den endgültigen Kader schaffen würde.
Die Situation des Stürmers von Al Hilal sorgte für Unsicherheit, nachdem er nicht im Kader für die Saudi Pro League stand und seit Februar nur drei Einsätze hatte. Trotz der begrenzten Spielzeit vertraut Bielsa mit seinem Trainerteam auf die bewährte Leistung des 26-Jährigen in der Nationalmannschaft und seine Erfahrung.
Uruguay hofft, dass Núñez vor Turnierbeginn schnell zu seiner Form zurückfindet.
Verletzungsbedenken bei Schlüsselspielern
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Berufung von zwei bedeutenden Spielern, die sich noch von langwierigen Verletzungen erholen.
Sowohl Joaquín Piquerez als auch Giorgian De Arrascaeta wurden trotz laufender Rehabilitationsphase in den Kader aufgenommen. Sollten sie rechtzeitig wieder voll einsatzfähig sein, werden beide voraussichtlich eine zentrale Rolle für La Celeste bei der WM spielen.
Ihre Verfügbarkeit könnte besonders in den späteren Turnierphasen entscheidend sein.
Uruguays Hoffnungen ruhen auf Valverde
Ein großer Teil von Uruguays Chancen auf eine erfolgreiche WM hängt von der Form Valverdes und dem Fitnesszustand De Arrascaetas ab.
Valverde geht als unumstrittenes Gesicht der Mannschaft und einer der komplettesten Mittelfeldspieler der Welt ins Turnier. Der Star von Real Madrid wird erwartet, Uruguay voranzutreiben, Tore zu erzielen und sowohl auf als auch neben dem Platz Führungsqualitäten zu zeigen.
De Arrascaeta bringt hingegen eine andere Qualität ein. Der Spielmacher von Flamengo ist die kreative Kraft, die Abwehrreihen zu knacken vermag und Uruguays Angriff belebt. Wenn er in Bestform ist, läuft das gesamte Team deutlich harmonischer.
Auch wenn Uruguay nicht mehr die ikonischen Figuren der vergangenen zwei Jahrzehnte in seinen Reihen hat, verfügt Bielsa mit seinem Kader über eine Mannschaft voller Qualität. Mit Valverde als Führungsspieler und mehreren Schlüsselspielern auf dem Weg zurück zur Fitness glaubt La Celeste daran, erneut zu den besten Teams der Welt auf der größten Fußballbühne zu gehören.