Audimax » Sport » Fussball » FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 » Die umstrittenste Auslassung der Weltmeisterschaft? Warum ein tunesisches Supertalent die Nominierung ablehnte

Die umstrittenste Auslassung der Weltmeisterschaft? Warum ein tunesisches Supertalent die Nominierung ablehnte

Die umstrittenste Auslassung der WM? Warum ein tunesisches Supertalent absagte

Tunesien glaubte, eines der Gesichter seiner Zukunft gefunden zu haben. Stattdessen sieht sich das Land nun mit einer der kontroversesten Geschichten rund um die WM-Vorbereitung konfrontiert.

Louey Ben Farhat, ein 19-jähriger Stürmer, der als eines der vielversprechendsten Talente Tunesiens gilt, schien fest für Sabri Lamouchis WM-Kader vorgesehen zu sein. Der in Deutschland geborene Angreifer war in den jüngsten Kaderberufungen regelmäßig dabei und galt als sicherer Kandidat für die endgültige 26-Mann-Liste.

Doch als Tunesien seinen Kader offiziell bekanntgab, fehlte Ben Farhats Name komplett.

Warum Louey Ben Farhat nicht zur WM 2026 fährt

Sein Fehlen wurde sofort zum Hauptgesprächsthema bei der ansonsten erwartbaren Kaderbekanntgabe. Bei der Pressekonferenz danach wurde Lamouchi schnell auf das Fehlen des Teenagers angesprochen.

Seine Antwort überraschte die Journalisten.

„Ich wurde heute Morgen von seinem Vater angerufen, der mir sagte, es sei zu früh für eine Berufung, und dass Louey die WM absagen wolle“, erklärte der tunesische Trainer. „Kurz darauf versuchte ich, Louey zu erreichen, aber er ging nicht ans Telefon. Das ist respektlos.“

Angst um seine Zukunft?

Laut Personen aus dem Umfeld des Spielers befürchten Ben Farhat und seine Familie, dass eine enttäuschende WM-Leistung seinen Marktwert schmälern und seine Chancen auf einen Wechsel zu einem europäischen Topverein beeinträchtigen könnte.

Gleichzeitig vermuten viele tunesische Fans einen anderen Grund hinter der Entscheidung.

Da Ben Farhat in Deutschland geboren wurde, vermuten einige Anhänger, dass der junge Stürmer möglicherweise noch auf eine Chance bei der deutschen Nationalmannschaft hofft, einem der internationalen Fußballgiganten.

Diese Möglichkeit hat die Frustration unter den tunesischen Fans nur verstärkt, von denen viele den Teenager als eine der tragenden Säulen des Landes für das kommende Jahrzehnt sahen.

Bayern München beobachtet den Stürmer

Ben Farhats Aufstieg in Deutschland war im vergangenen Jahr nicht zu übersehen.

Der vielseitige Angreifer hat sich als eines der herausragenden Talente beim Karlsruher SC in der zweiten deutschen Liga etabliert und beeindruckt Scouts mit seiner technischen Qualität, seinem Bewegungsvermögen und seiner Fähigkeit, auf mehreren Offensivpositionen zu spielen.

Anfang März berichteten deutsche Medien, dass Bayern München den deutsch-tunesischen Stürmer als potenziellen Neuzugang ins Visier genommen hat. Bayern soll sein Profil intensiv analysiert und formelle Gespräche mit Karlsruhe über seine Zukunft aufgenommen haben.

Diese Aufmerksamkeit eines der größten europäischen Klubs könnte Ben Farhats Karriereweg und möglicherweise auch seine internationale Zukunft maßgeblich beeinflussen.

Anstatt als einer der Durchbruchspieler Tunesiens zur WM zu fahren, steht der Teenager nun im Zentrum einer wachsenden nationalen Kontroverse.