Audimax » Sport » Fussball » FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 » Die 66-Nationen-Weltmeisterschaft steht bei der FIFA wieder zur Debatte

Die 66-Nationen-Weltmeisterschaft steht bei der FIFA wieder zur Debatte

66-Nationen-WM: Neuer Vorschlag bei der FIFA im Gespräch

Die erste Weltmeisterschaft mit 48 Teams hat noch nicht einmal begonnen, doch ein Vorschlag ist bereits wieder im Gespräch, mit neuem Schwung, die WM 2030 – bei der Spanien gemeinsam mit Marokko und Portugal als Gastgeber fungiert – auf bis zu 66 Nationalmannschaften zu erweitern.

Dieser Vorschlag tauchte erstmals vor einigen Monaten auf, nachdem die Conmebol den Wunsch geäußert hatte, den Zugang zu erleichtern und es Mannschaften, die selten bei Fußball-Elitewettbewerben vertreten sind, einfacher zu machen, teilzunehmen. Damals war die Idee kaum mehr als ein erster Schritt und ein Ausloten der Möglichkeiten. Jetzt gewinnt sie jedoch durch mehrere Verbände wieder an Bedeutung.

FIFA und ihre Führung sehen den Vorschlag zunehmend als eine Maßnahme, die zur Vielfalt des Fußballs passt. Gianni Infantino spricht oft von der WM als einem Fest, insbesondere für Länder, die bisher nie teilnehmen konnten. Diese Erweiterung würde die Chance erhöhen, dass jede Region der Welt auf der größten internationalen Fußballbühne vertreten ist.

Diese Öffnung für Länder, die bisher außerhalb der WM standen, wird bereits bei der WM in Nordamerika stattfinden, mit Mannschaften wie Kap Verde, Curaçao, Jordanien und Usbekistan. Nun gewinnt in den FIFA-Büros und einigen Konföderationen die Idee an Boden, dieses Fest noch größer zu gestalten und mehr Nationalteams einzubeziehen.

Die Struktur der WM 2030 ist aktuell für 48 Teams geplant, doch die FIFA hat mit der Organisation des nächsten Turniers noch nicht vollständig begonnen. Dies wird erst nach dem 19. Juli 2026 geschehen, wenn der neue Weltmeister feststeht.

Tatsächlich gibt es inzwischen wieder Unsicherheiten bezüglich einiger spanischer Gastgeberstädte. Málaga ist bereits aus dem Rennen, während Bilbao und San Sebastián in Frage stehen. Letztlich legt die FIFA die Bedingungen fest und trifft als alleinige Veranstalterin die endgültige Auswahl, die auch je ein Spiel in Argentinien, Uruguay und Paraguay umfassen wird.

Derzeit ist der wieder aufgetauchte Vorschlag noch eine Idee mit einem langen Weg vor sich, bevor er Realität werden kann. Doch was einst als unrealistisch galt, wird heute ernsthafter betrachtet. Das Turnier in Nordamerika wird die Bühne sein, auf der die Debatte neu entfacht wird.

Was hingegen offenbar vom Tisch ist, ist die Austragung der Klub-WM alle zwei Jahre. Die nächste Ausgabe soll weiterhin 2029 stattfinden, und derzeit gilt die Forderung nach einem zweijährigen Rhythmus als nicht mehr zeitgemäß.