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50 Millionen vs. 4 Millionen: Die enorme Auszahlungslücke zwischen den Gewinnern der Männer- und Frauen-Weltmeisterschaft

50 Millionen vs. 4 Millionen: Die große Auszahlungslücke bei Männer- und Frauen-WM

Die FIFA zahlt im Männer-Weltcup deutlich höhere Preisgelder und begründet dies damit, dass das Herren-Turnier derzeit wesentlich mehr Einnahmen generiert als das Frauen-Turnier. Ihrer Ansicht nach hängt die Höhe der Preisgelder direkt vom kommerziellen Wert des jeweiligen Wettbewerbs ab.

Warum diese Lücke besteht

Der Männer-Weltcup erzielt weitaus höhere Einnahmen

Der Männer-Weltcup zählt zu den größten Sportereignissen weltweit und erwirtschaftet Milliarden durch Fernsehrechte, Sponsoring, Ticketverkäufe und Hospitality. FIFA argumentiert, dass der größere Preispool die höheren Umsätze des Turniers widerspiegelt.

Das Herren-Turnier hat eine deutlich längere kommerzielle Geschichte

Der Männer-Weltcup startete bereits 1930, während die Frauen-WM erst 1991 ins Leben gerufen wurde. FIFA-Funktionäre verweisen auf diese 61-jährige Entwicklungs-, Investitions- und Zuschauerlücke sowie die unterschiedliche Kommerzialisierung.

Unterschiedliche Werte bei Übertragungs- und Sponsoringrechten

Obwohl der Frauenfußball stark gewachsen ist, zahlen Sender und Sponsoren nach wie vor meist höhere Beträge für Rechte am Männer-WM. Höhere kommerzielle Einnahmen führten dazu, dass die FIFA historisch gesehen deutlich mehr Preisgeld für das Männerturnier bereitstellt.

Schrumpft die Lücke?

Ja, denn die FIFA hat das Preisgeld für die Frauen-WM 2023 im Vergleich zu vorherigen Turnieren deutlich erhöht. Zudem investiert die FIFA stark in den Frauenfußball und verfolgt öffentlich das Ziel, die Kluft langfristig weiter zu verringern.

Gleichzeitig haben einige nationale Fußballverbände – darunter die USA, Norwegen, Irland und Australien – Regelungen eingeführt, die den Spielerinnen und Spielern der Nationalmannschaften gleiche oder nahezu gleiche Prämien garantieren, unabhängig von den unterschiedlichen FIFA-Preisgeldern.

Die Debatte

Befürworter gleicher Preisgelder argumentieren, dass:

  • Nationalspielerinnen und -spieler die gleiche Leistung erbringen.
  • Gleiche Bezahlung das Wachstum des Frauenfußballs beschleunigen kann.
  • Preisgelder Fairness widerspiegeln sollten, nicht nur aktuelle Einnahmen.

Gegner einer sofortigen Gleichstellung meinen, dass:

  • Preisgelder im Wesentlichen den Einnahmen der jeweiligen Turniere entsprechen sollten.
  • Die FIFA sonst ein Turnier aus den Einnahmen des anderen subventionieren würde.

Die Lücke ist also vor allem wirtschaftlicher und nicht sportlicher Natur: Der Männer-Weltcup erzielt derzeit weit höhere Einnahmen, und die FIFA orientiert die Preisgelder größtenteils an dieser kommerziellen Realität. Ob dies so bleiben soll, ist Gegenstand einer fortlaufenden Diskussion.