Was plant Trump?: Israel bereitet sich auf mögliche Wiederaufnahme des Iran-Konflikts vor
Die Gespräche verlaufen schleppend, weshalb neue Strategien in Betracht gezogen werden: Offenbar bereitet sich das israelische Militär auf mögliche erneute Angriffe gegen den Iran vor. Ob und wann der Konflikt wieder aufflammt, wird allerdings an anderer Stelle entschieden.
Nach Berichten in den Medien rüstet sich Israel für eine potenzielle Wiederaufnahme der Angriffe im Iran. Die israelischen Streitkräfte befinden sich demnach in höchster Alarmbereitschaft, wie die Zeitung „Jediot Achronot“ unter Berufung auf israelische Regierungsquellen berichtete. Demnach wartet Israel auf eine Entscheidung von US-Präsident Donald Trump.
Zugleich mehren sich die Hinweise darauf, dass Trump möglicherweise neue Militärschläge gegen den Iran anordnet, nachdem er zu dem Schluss gekommen ist, dass Teheran nicht gewillt ist, seine Bedingungen in den Verhandlungen zu erfüllen. Die USA und Israel bereiten sich demnach intensiv auf eine mögliche Fortsetzung der Kampfhandlungen vor.
Bereits am Freitag berichtete die „New York Times“, dass das Pentagon Vorbereitungen für einen möglichen Neubeginn des Krieges trifft. Hintergrund ist, dass die bisherigen Ziele – insbesondere im Hinblick auf das iranische Atomprogramm – bislang nicht erreicht wurden. Die USA und Israel seien derzeit mit intensiven Vorbereitungen für eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe im Iran beschäftigt, so das Blatt unter Berufung auf zwei Vertreter aus dem Nahen Osten.
Auch der israelische Fernsehsender N12 meldete unter Berufung auf einen ungenannten Regierungsvertreter in Jerusalem, dass nach Trumps Rückkehr aus China erwartet wird, dass er innerhalb von 24 Stunden sein engstes Beraterteam versammelt, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. In Israel rechnet man damit, dass eine Entscheidung über ein militärisches Vorgehen „sehr bald“ fällt. Man geht davon aus, dass ein erneuter Konflikt „Tage bis Wochen“ andauern könnte.
„Jediot Achronot“ berichtet, dass derzeit nicht erwartet wird, dass Trump einen umfassenden Krieg mit dem Ziel eines Sturzes der iranischen Führung starten wird. Stattdessen rechnet man eher mit begrenzten Angriffen auf Kraftwerke und Brücken. Möglich seien auch Bodenoperationen, um die für den Export wichtige Insel Kharg zu erobern oder Bestände von rund 440 Kilogramm Uran zu sichern, die im Iran auf 60 Prozent angereichert wurden und bei weiterer Anreicherung für die Herstellung mehrerer Atomwaffen ausreichen könnten.