Verletzte in Odessa versorgt: Kiew meldet fünf Tote bei russischem Angriff auf Getreidefrachter
Nach Angaben der ukrainischen Marine hat Russland drei Marschflugkörper auf ein Schiff im Schwarzen Meer abgefeuert. Dabei kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Das betroffene Schiff soll einem türkischen Eigentümer gehören.
Bei einem Raketenangriff Russlands auf ein türkisches Frachtschiff mit internationaler Besatzung wurden laut ukrainischen Angaben fünf Crewmitglieder getötet. Die ukrainische Marine berichtete, dass die „Golden Leo“ mit drei Marschflugkörpern beschossen wurde, als der mit Getreide beladene Frachter gerade dabei war, das Kampfgebiet zu verlassen.
Neben den fünf Todesopfern werden fünf weitere Besatzungsmitglieder vermisst, so die Marine. Acht Personen wurden in ein Krankenhaus in der Schwarzmeerstadt Odessa eingeliefert.
Die Besatzung des Frachters, der unter der Flagge von Guinea-Bissau fährt, besteht laut dem ukrainischen Außenministerium unter anderem aus Syrern und Indern. Unter den Verstorbenen befindet sich auch ein ukrainischer Kapitän.
Die ukrainische Marine verurteilte den Angriff als einen gezielten Akt Russlands gegen ein unbewaffnetes ziviles Schiff unter fremder Flagge, das keinerlei militärische Bedrohung darstellte. Dies sei ein „Terrorakt“ gegen den zivilen Schiffsverkehr und eine gravierende Verletzung des humanitären Völkerrechts.
Bisher gibt es keine offizielle Stellungnahme aus Moskau. Russland setzt seine Angriffe auf ukrainische Hafenanlagen fort, besonders betroffen ist die Region rund um Odessa.