Audimax » Politik » US-Senator mit 71 Jahren verstorben: Büro von Graham gibt Todesursache bekannt

US-Senator mit 71 Jahren verstorben: Büro von Graham gibt Todesursache bekannt

US-Senator starb mit 71: Grahams Büro gibt Todesursache bekannt

Lindsey Graham kehrte erst kürzlich aus Kiew zurück, als der einflussreiche republikanische Senator überraschend verstarb. Nach Abschluss der gerichtsmedizinischen Untersuchung veröffentlichte sein Büro Einzelheiten zur Todesursache.

Der langjährige Senator und Verbündete von Donald Trump starb infolge einer Gefäßerkrankung. Die vorläufige Todesursache wurde vom Gerichtsmediziner als Riss der Hauptschlagader infolge einer Herzerkrankung angegeben, teilte das Büro mit. Der 71-Jährige verstarb am Samstagabend (Ortszeit) unerwartet nach einer „kurzen und plötzlichen Krankheit“, so die erste Meldung.

Wie NBC News berichtete, wurden Rettungskräfte wegen eines Herzstillstands in Grahams Wohnung in Washington gerufen. Mehrere Medien veröffentlichten dazu entsprechende Funkmitschnitte des Rettungsdienstes.

Die plötzliche Nachricht ist besonders überraschend angesichts seines vollen Terminkalenders. Noch kurz zuvor hatte er in Kiew dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Hand geschüttelt. Für Sonntag war ein Fernsehinterview in den USA geplant. Bei den anstehenden Zwischenwahlen im November wollte Graham für eine fünfte Senatsperiode kandidieren. US-Präsident Trump hatte ihm dafür seine „uneingeschränkte und volle Unterstützung“ zugesichert.

Merz: Graham war „ein echter Freund und Partner Deutschlands“

„Senator Lindsey Graham, einer der großartigsten Menschen und Senatoren, die ich je kennengelernt habe, ist verstorben!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, kurz nachdem die Nachricht in den USA bekannt wurde. „Er war stets aktiv und ein wahrer amerikanischer Patriot. Lindsey wird uns sehr fehlen!!!“ Trump kündigte an, die US-Flaggen sollen zu Ehren des Verstorbenen bis Samstag auf Halbmast gesetzt werden.

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich tief betroffen. Graham sei ein wahrer Freund und Partner Deutschlands im transatlantischen Bündnis gewesen, schrieb der CDU-Politiker auf Englisch auf X. „I will miss him.“ („Ich werde ihn vermissen.“) Graham war regelmäßig Gast bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Im Februar trat er dort bei einer Großveranstaltung der iranischen Exilopposition auf. Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, äußerte auf X seine Trauer über Grahams Tod.

Im Kontext des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gehörte Graham zu den Republikanern, die ein entschlosseneres Vorgehen gegen Russland forderten. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha zeigte sich tief betroffen und betonte, Grahams Führungsstärke, Überzeugungskraft und unermüdliches Engagement für die Ukraine würden unvergessen bleiben. Präsident Selenskyj erklärte, der jüngste Besuch Grahams sei dessen zehnter während des Krieges gewesen. Er ehrte den Senator als einen echten Verteidiger der Freiheit und betonte, dass er den Austausch mit ihm vermissen werde.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu würdigte Graham als „großen Freund Israels und mir persönlich sehr nahestehenden Freund“. Graham habe „verstand, dass die Sicherheit Israels und Amerikas untrennbar verbunden sind“ und widmete sein Leben der Verteidigung Amerikas, der Stärkung der Allianz und dem Einsatz für die freie Welt.