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Das Finale der WM 2030 gehört dem Bernabéu – wenn es nicht verspielt wird

WM 2030 Finale: Das Bernabéu ist Favorit für Madrid

Die FIFA-Weltmeisterschaft 2030 liegt zwar noch vier Jahre entfernt, doch die Spekulationen darüber, wo das wichtigste Spiel des Turniers ausgetragen wird, nehmen bereits jetzt Fahrt auf.

Verschiedene Behauptungen suggerieren, Präsident Donald Trump könnte die Entscheidung über das WM-Finale beeinflussen, während andere von einer angeblichen politischen Kampagne gegen Spanien sprechen, bei der Marokko als Hauptprofiteur dargestellt wird. In Wirklichkeit spiegeln diese Theorien jedoch nicht den tatsächlichen Ablauf wider.

FIFA hat die entscheidenden Weichen noch nicht gestellt

Bisher hat die FIFA die entscheidende Planungsphase für die WM 2030 offiziell noch nicht eingeleitet. Das Gremium ist die einzige Instanz, die über die endgültige Turnierstruktur entscheidet, und wichtige Beschlüsse werden erst nach dem Sommer erwartet.

Eine der ersten Aufgaben wird sein, die Liste der Austragungsorte in den drei Gastgeberländern Spanien, Portugal und Marokko zu reduzieren. Einige der derzeit in der Auswahl befindlichen Stadien werden es in die Endauswahl schaffen, andere hingegen nicht.

In den vergangenen Tagen haben Vertreter spanischer Vereine und Organisationen, die an der WM-Bewerbung beteiligt sind, auf Einladung der FIFA Stadien in den USA besichtigt. Dabei ging es nicht darum, das Modell der WM 2026, die von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird, zu kopieren, sondern die unterschiedlichen Anforderungen an moderne WM-Stadien besser zu verstehen.

Den Beteiligten zufolge sind Vergleiche zwischen amerikanischen Arenen und europäischen Fußballstadien nur begrenzt aussagekräftig. Das Turnier 2030 wird voraussichtlich eine eigene Identität erhalten, bei der die traditionelle Fußballkultur stärker im Vordergrund steht als der unterhaltungsorientierte Ansatz, der viele nordamerikanische Mehrzweckstadien prägt.

Das Bernabéu bleibt der Favorit

Was das WM-Finale 2030 betrifft, setzt Spanien weiterhin auf sein Angebot. Real Madrid arbeitet Berichten zufolge jedoch schon deutlich länger hinter den Kulissen, wobei Vereinspräsident Florentino Pérez direkten Kontakt zum FIFA-Präsidenten Gianni Infantino pflegt.

Innerhalb der FIFA wird die Austragung des Finales im Estadio Santiago Bernabéu stark unterstützt. Infantinos enge Verbindung zu Pérez sowie die historische Bedeutung des Bernabéu stärken die Bewerbung zusätzlich.

FIFA-Funktionäre betonen zudem die symbolische Bedeutung, das wichtigste Spiel des Turniers auf der Iberischen Halbinsel auszutragen – dem Ursprungsort des WM-2030-Projekts, bevor Marokko als Co-Gastgeber hinzukam.

Obwohl weitere Stadien in der Auswahl verbleiben, gilt das Bernabéu als das Maß aller Dinge.

Trumps Äußerungen sorgten für unerwartete Kontroversen

Die laufende WM 2026 hat auch politische Wellen geschlagen, die bis in die FIFA-Zentrale reichen.

Die öffentlichen Kommentare von Donald Trump zu Themen rund um das Turnier, unter anderem zu Disziplinarangelegenheiten mit dem US-Stürmer Folarin Balogun, haben innerhalb des Weltsports für Diskussionen gesorgt. Laut Berichten waren FIFA-Offizielle über die politische Einflussnahme in Angelegenheiten, die traditionell unter der Kontrolle des Verbands stehen, beunruhigt.

Wären diese Äußerungen ausgeblieben, hätte sich die Angelegenheit vermutlich zu einer vergleichsweise kleinen Kontroverse entwickelt. Stattdessen entfachten sie eine breitere Debatte über Politik und die langjährige Verpflichtung der FIFA, ihre Unabhängigkeit von staatlichen Einflüssen zu wahren.

Ein wichtiger Termin rückt näher

Ein weiterer bedeutender Meilenstein steht im März 2027 an, wenn die FIFA ihre Präsidentschaftswahl während des Kongresses in Marokko abhält.

Wenn sich die derzeitigen Machtverhältnisse nicht verändern, glauben viele im Fußballgeschäft bereits zu wissen, wo das WM-Finale 2030 stattfinden wird.

Das Datum, das man sich merken sollte, ist der 21. Juli 2030.

Der erwartete Austragungsort?

Das Santiago Bernabéu in Madrid.