Audimax » Politik » Trump freut sich über das Ende der Karriere seines republikanischen Gegners

Trump freut sich über das Ende der Karriere seines republikanischen Gegners

"Schön, dass Karriere endet": Trump freut sich über Niederlage von republikanischem Kritiker

Vor fünf Jahren gehörte er zu den wenigen republikanischen US-Senatoren, die für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Trump stimmten. Anschließend versuchte Bill Cassidy vergeblich, das Verhältnis zum Weißen Haus zu verbessern. Für seine Wahlniederlage erntet er nun vor allem Spott.

Der US-Senator Bill Cassidy, der vor fünf Jahren als einer der wenigen Republikaner eine Amtsenthebung von Donald Trump unterstützte, erlitt bei der Vorwahl in Louisiana eine deutliche Niederlage. Laut Berichten amerikanischer Medien erreichte Cassidy bei der republikanischen Vorwahl am Samstag nur den dritten Platz und hat somit keine Chance auf eine dritte Amtszeit im Senat.

Die mit großem Abstand führende Kandidatin ist Julia Letlow, eine von Trump unterstützte Republikanerin. Sie muss nun in einer Stichwahl gegen den Finanzminister von Louisiana, John Fleming, antreten, der den zweiten Platz belegte. Trump begrüßte das Ergebnis der Vorwahl und warf Cassidy Illoyalität vor. „Es ist erfreulich zu sehen, dass seine politische Laufbahn ein Ende findet!“

Nach dem Sturm auf das Kapitol Anfang 2021 stimmte Cassidy als einer von nur sieben republikanischen Senatoren für die Amtsenthebung des damaligen Präsidenten. Seit Jahren geht Trump konsequent gegen Kritiker innerhalb seiner Partei vor und versucht, sie aus der Politik zu verdrängen.

Cassidys Niederlage bei der Vorwahl unterstreicht erneut den starken Einfluss Trumps auf die republikanischen Wähler, trotz sinkender Umfragewerte des Präsidenten aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage in den USA und der bei vielen Konservativen unbeliebten Iran-Politik.

In den letzten Jahren versuchte Cassidy vergeblich, sein Verhältnis zu Trump zu verbessern. So unterstützte der Mediziner nach Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im vergangenen Jahr die Bestätigung des Impfkritikers Robert F. Kennedy Jr. als neuen Gesundheitsminister – trotz deutlicher Differenzen in der Impfstoffpolitik.