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Trump erhebt neue Milliardenklage gegen „Wall Street Journal“ wegen Epstein-Bericht

Wegen Epstein-Bericht: Trump attackiert "Wall Street Journal" mit neuer Milliardenklage

Donald Trump hat nach einem ersten gescheiterten Versuch nun eine erneute Klage gegen das „Wall Street Journal“ eingereicht. Ein Richter hatte zuvor die Klage des US-Präsidenten abgewiesen. Nun startet Trump ein neues Verfahren gegen die Zeitung.

Der Rechtsstreit zwischen dem US-Präsidenten und dem „Wall Street Journal“ wird weitergeführt. Nachdem Trump im April vor Gericht eine Niederlage erlitt, reichte er eine überarbeitete Klage gegen die Zeitungsherausgeber ein, berichten mehrere US-Medien übereinstimmend. Trump verlangt Schadenersatz in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar.

Im Mittelpunkt steht die Veröffentlichung eines Gratulationsbriefs an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Trump fühlt sich durch diese Veröffentlichung verleumdet. Vor einigen Wochen hatte ein Bezirksgericht in Florida die Klage vorläufig abgewiesen.

Richter Darrin P. Gayles befand, Trump habe nicht überzeugend nachweisen können, dass die Zeitung den Brief mit „böswilliger Absicht“ veröffentlicht habe. Zudem seien bestimmte rechtliche Voraussetzungen „bei weitem“ nicht erfüllt worden.

In der neuen, um sieben Seiten erweiterten Klage argumentieren Trumps Anwälte erneut, dass der Bericht des „Wall Street Journal“ ihm erheblichen finanziellen Schaden und Rufschädigung zugefügt habe. Der Artikel werde als voller „falscher, diffamierender und böswilliger Aussagen“ bezeichnet.

Brief trägt Trumps Unterschrift

Die aktualisierte Klage wirft dem „Wall Street Journal“ vor, in mehreren Punkten absichtlich schädlich gehandelt zu haben. Außerdem wird betont, dass Trump eine Beteiligung an dem Brief wiederholt bestritten habe. Wie schon zuvor fordert Trump Schadensersatz in Milliardenhöhe.

Die US-Zeitung berichtete 2025 über ein angebliches Glückwunschschreiben an Epstein zu dessen 50. Geburtstag im Jahr 2003, das Trumps Unterschrift tragen soll. Damit wird eine weitere Verbindung zwischen Trump und dem US-Finanzier hergestellt. Epstein, der 2019 im Gefängnis verstarb, betrieb über Jahre einen Missbrauchsring, dessen Opferzahl bis heute unbekannt ist.

Dem Brief mit anzüglichem Inhalt wurden mit einem Marker die Konturen eines Frauenkörpers hinzugefügt – so berief sich die Zeitung auf Einblicke in Dokumente. Trump bestreitet, der Verfasser zu sein. Das „Wall Street Journal“ gehört zum Medienimperium von Rupert Murdoch.

Immer wieder geht Trump juristisch gegen Medien vor, die ihm kritisch gegenüberstehen. Zuletzt verklagte er die britische Rundfunkanstalt BBC auf insgesamt zehn Milliarden US-Dollar. Auch gegen die „New York Times“ hat Trump mehrfach Klagen eingereicht.