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RTL/ntv-Trendbarometer: Vier von fünf Deutschen zeigen Unzufriedenheit mit der Bundesregierung

RTL/ntv-Trendbarometer: Vier von fünf Deutschen sind unzufrieden mit der Bundesregierung

Die aktuellen Reformbeschlüsse vermögen das Ansehen des Bundeskabinetts nicht zu heben. Die Mehrheit der Deutschen ist mit Kanzler Merz unzufrieden, und auch sein Stellvertreter Klingbeil schneidet kaum besser ab. Im RTL/ntv-Trendbarometer zeigt sich lediglich für die Grünen ein leichter Aufwärtstrend.

Seit seinem Amtsantritt als Bundeskanzler sind die Zustimmungswerte für Merz stark eingebrochen und verharren seit Monaten auf einem sehr niedrigen Niveau – auch in dieser Woche gelingt ihm keine Erholung in den Umfragen. Nur 14 Prozent der Befragten äußern sich laut RTL/ntv-Trendbarometer ausdrücklich zufrieden mit dem Kanzler, womit er erneut den Tiefstand vom Mai erreicht. 85 Prozent der Deutschen sind unzufrieden mit Merz‘ Arbeit – ein Rekordwert, der erstmals im Mai dieses Jahres gemessen wurde. Ähnlich kritisch bewerten die Bundesbürger laut einer weiteren Forsa-Umfrage auch die Leistungen der übrigen Mitglieder des Bundeskabinetts.

Vizekanzler Lars Klingbeil schneidet ebenfalls schlecht ab: 74 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit unzufrieden, nur 18 Prozent zeigen sich zufrieden. Selbst bei den Anhängern der jeweiligen Parteien fällt das Urteil über Merz und Klingbeil auffallend negativ aus: Lediglich 48 Prozent der CDU/CSU-Sympathisanten sind mit der Arbeit des Kanzlers zufrieden, bei den SPD-Anhängern sind es nur 36 Prozent, die die Arbeit des Vizekanzlers gutheißen.

Auch die Gesamtbewertung der Bundesregierung fällt ernüchternd aus: Nur 18 Prozent der Bundesbürger zeigen sich zufrieden, während 82 Prozent ihre Arbeit ablehnen. Besonders im Osten Deutschlands ist die Unzufriedenheit mit der bisherigen Regierungsarbeit noch ausgeprägter als im Westen. Auch bei den Anhängern von CDU/CSU (54 Prozent) und vor allem der mitregierenden SPD (72 Prozent) überwiegt die Kritik. Noch negativer fällt das Meinungsbild bei den Unterstützern der Oppositionsparteien aus.

Die Parteipräferenzen im RTL/ntv-Trendbarometer bleiben im Vergleich zur Vorwoche weitgehend unverändert. Die Grünen steigern ihren Wert leicht um einen Prozentpunkt auf aktuell 16 Prozent. Die AfD bleibt mit 26 Prozent weiterhin die stärkste Partei, die Union hält stabil bei 22 Prozent. SPD und Linke zeigen mit jeweils 12 Prozent ebenfalls keine Veränderungen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) fällt unter die Drei-Prozent-Marke und wird somit nicht mehr gesondert ausgewiesen. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 26 Prozent deutlich über dem Wert bei der letzten Bundestagswahl (17,9 Prozent).

Auch bei der Einschätzung der politischen Kompetenz ergeben sich kaum Veränderungen: 13 Prozent trauen der Union zu, die Probleme des Landes am besten zu lösen, 11 Prozent (minus 1 Prozentpunkt) der AfD, 7 Prozent den Grünen sowie jeweils 6 Prozent der SPD und der Linken. Mittlerweile halten 55 Prozent keine der Parteien für kompetent genug.

14 Prozent der Bundesbürger erwarten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland, während 67 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen. 17 Prozent rechnen mit keiner Veränderung der wirtschaftlichen Situation.

Repräsentative Umfrage | Die Daten des RTL/ntv-Trendbarometers stammen vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa, das im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 7. und 13. Juli 2503 Personen befragte. Die statistische Fehlertoleranz beträgt plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Zur Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung, des Bundeskanzlers und des Vizekanzlers wurden 1009 Personen vom 10. bis 13. Juli befragt. Die Fehlertoleranz liegt hier bei plus/minus 3 Prozentpunkten.

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