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Todesfälle während der Ausbildung: Skandal im Angriffsregiment – Selenskyj kündigt umfassende Reform an

Todesfälle in der Ausbildung: Skandal in Angriffsregiment - Selenskyj kündigt Reform an

Innerhalb eines ukrainischen Angriffsregiments starben mehrere Rekruten während ihrer Grundausbildung. Ein Medium berichtete von Misshandlungen und Demütigungen. Präsident Selenskyj reagiert darauf und kündigt Verbesserungen an.

Nach dem Skandal um tödliche Vorfälle in einer Militäreinheit hat Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Reform der Sturmtruppen angekündigt. „Es bestehen zahlreiche Fragen und Probleme, die dringend angegangen werden müssen, besonders im Umgang mit den Soldaten“, erklärte der Staatschef in einer Videobotschaft. Neben strafrechtlichen Ermittlungen werde es auch personelle Veränderungen an der Spitze der Sturmtruppen geben.

Im Juni sorgte ein Medienbericht für Aufsehen, wonach im 425. Sturmregiment „Skelja“ (ehemals „Skala“) innerhalb eines halben Jahres über zwei Dutzend Rekruten während ihrer militärischen Grundausbildung ums Leben gekommen seien. Diese sollen geschlagen, erniedrigt und anderweitig misshandelt worden sein. Offiziell wurde häufig eine Lungenentzündung als Todesursache angegeben. Solche Praktiken seien Berichten zufolge auch in anderen Einheiten verbreitet, insbesondere bei Zwangsrekrutierten.

Die Sturmtruppen Kiews unterstehen direkt dem Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Oleksander Syrskyj. Laut dem auf das ukrainische Militär spezialisierten Portal Militaryland greift Syrskyj bei den Angriffsregimentern stark in operative Entscheidungen ein. Einige Militäranalysten kritisieren seinen Führungsstil schon länger. Ein ehemaliger Stabschef der Brigade Asow warf Syrskyj im vergangenen Jahr „grenzwertig kriminelle“ Befehle und eine „manuelle Mikroverwaltung der gesamten Armee“ vor.

Das Regiment „Skelja“ geriet Anfang April nach einem verlustreichen Angriff im Raum Pokrowsk in die Kritik. Serhij Sternenko, Berater im ukrainischen Verteidigungsministerium, warf den Kommandeuren der Einheit schwere Fehler vor, da sie trotz der Drohnendominanz auf mechanisierte Angriffe setzten. Das Regiment wies diese Vorwürfe später in einer Videobotschaft zurück.