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Rubio trifft katarischen Vermittler: Iran warnt USA vor Vergeltung bei neuen Tankerangriffen

Rubio trifft Vermittler aus Katar: Iran droht USA mit Vergeltung bei neuen Tanker-Attacken

Während Teheran noch auf eine Reaktion auf den Friedensvorschlag der US-Regierung wartet, finden in Miami Gespräche mit einem Vermittler aus einem Golfstaat statt. Gleichzeitig warnt der Iran die USA vor erneuten Angriffen auf seine Handelsschiffe.

Der Iran kündigt Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA an, falls weitere Angriffe auf iranische Handelsschiffe im Persischen Golf erfolgen. „Jeder Angriff auf iranische Öltanker oder Handelsschiffe wird eine harte Reaktion auf eine amerikanische Einrichtung in der Region sowie auf feindliche Schiffe nach sich ziehen“, teilten die iranischen Revolutionsgarden am Samstagabend laut staatlichen Medien mit. Ob Teheran inzwischen auf den von US-Präsident Donald Trump erwarteten Friedensvorschlag geantwortet hat, bleibt unklar. Weder die iranische Regierung noch die US-Administration haben sich bislang dazu geäußert.

Die Revolutionsgarden betonten zudem, dass sie keine Bedrohungen oder Störungen ihrer Schiffe und Ölexporte tolerieren werden. Der Schutz der Handelsflotte habe höchste Priorität. Außenminister Abbas Araghtschi äußerte Zweifel an der Ernsthaftigkeit der US-Diplomatie: „Die jüngsten Spannungsverschärfungen durch die amerikanischen Streitkräfte und ihre wiederholten Verstöße gegen die Waffenruhe nähren den Verdacht über die Absichten und die Ernsthaftigkeit der US-Seite im diplomatischen Prozess“, sagte Araghtschi laut der Nachrichtenagentur Isna in einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen Hakan Fidan am Samstag.

Am Freitag griff das US-Militär trotz bestehender Waffenruhe zwei iranische Öltanker an, die unter iranischer Flagge fuhren und unbeladen waren, und setzte sie außer Gefecht. Die Schiffe „Sea Star III“ und „Sevda“ hatten laut US-Streitkräften versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen und somit die US-Seeblockade zu durchbrechen. Bereits in der Nacht zuvor kam es zu Gefechten in der umkämpften Straße von Hormus.

Iran lässt Antwort auf US-Friedensangebot offen

Eine offizielle Reaktion auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges blieb seitens Irans weiterhin aus – zumindest wurde nichts öffentlich bekanntgegeben. US-Präsident Donald Trump und seine Regierung hatten ursprünglich mit einer Antwort bis Freitag gerechnet.

Die iranische Führung gab vor einigen Tagen bekannt, den US-Vorschlag zu prüfen. Dieser umfasst eine Absichtserklärung mit 14 Punkten, die unter anderem einen Rahmen für zunächst 30-tägige Verhandlungen schaffen soll, um den Konflikt zu beenden. Medienberichten zufolge werden dabei auch eine Lockerung der US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus diskutiert. Zudem soll eine Grundlage für Gespräche über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.

Diplomatische Initiativen intensiviert

Die diplomatischen Aktivitäten laufen weiterhin auf Hochtouren. Am Samstag trafen sich US-Senator Marco Rubio und der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, mit dem katarischen Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman Al Thani in Miami, um eine Vereinbarung zur Beendigung des Konflikts zu erzielen, berichtete das Portal „Axios“ unter Berufung auf zwei mit den Gesprächen vertraute Quellen. Das Weiße Haus betrachtet Katar als besonders wirkungsvoll in den Verhandlungen mit dem Iran. Während Pakistan offiziell als Vermittler im Iran-Konflikt fungiert, agiert Katar eher im Hintergrund.

Seit etwa einem Monat gilt eine Waffenruhe im Iran-Krieg, doch die militärischen Spannungen bleiben hoch. Laut dem „Wall Street Journal“ könnten die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien unter pakistanischer Vermittlung in der kommenden Woche wieder in Islamabad aufgenommen werden. Frühere Pläne für weitere Gesprächsrunden in der pakistanischen Hauptstadt waren mehrfach gescheitert.