Audimax » Politik » Rubio in Maduros Trainingsanzug: Trump scherzt – Bild verbreitet sich viral

Rubio in Maduros Trainingsanzug: Trump scherzt – Bild verbreitet sich viral

"Trump albert mit uns herum": Rubio in Maduros Trainingsanzug - Bild geht viral

Das Weiße Haus veröffentlichte ein Bild von US-Außenminister Marco Rubio, der den Trainingsanzug des inhaftierten venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro trägt. Kurz darauf folgte eine Rap-Variante des Bildes. US-Vizepräsident JD Vance bestätigte, dass Trump zwischen seinen potenziellen Nachfolgern ein Männerduell anheizt.

Eine neue Provokation aus Washington: Das Presseteam von Präsident Donald Trump teilte in sozialen Netzwerken ein Bild von Außenminister Rubio in einem grauen Trainingsanzug, das schnell viral ging. Damit wird ein Seitenhieb gegen den ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gesetzt, der im Januar von den USA gestürzt wurde.

„Minister Rubio präsentiert den Nike-Trainingsanzug ‚Venezuela‘ an Bord der Air Force One“, kommentierte Steven Cheung, Kommunikationschef des Weißen Hauses, das Foto. Der identische Jogginganzug war zuvor von Maduro getragen worden, nachdem er im Januar von US-Streitkräften in Caracas festgenommen und in die USA gebracht wurde, wo er nun wegen angeblichem „Drogenterrorismus“ vor Gericht steht. Rubio verteidigte diese Festnahme als eine strategisch bedeutsame Aktion. Präsident Trump erklärte daraufhin, Venezuela befinde sich nun unter US-Kontrolle.

Das Weiße Haus kommentierte in einem weiteren Beitrag eine Bildmontage von Rubio und Maduro, begleitet von Rapmusik: Während Rubio entspannt die Hände in den Taschen hat, ist Maduro mit Handschellen und Augenbinde zu sehen und hält eine Wasserflasche fest. Der Trainingsanzug sitzt Maduro viel zu groß, während er Rubio perfekt passt. Das Bild von Rubio entstand auf dem Flug nach China, wo er zur Trump-Delegation gehörte.

Mehr Machtdemonstration als modische Aussage

Das Foto von Rubio erinnert an eine Szene im Februar 2022 mit dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz. Nachdem Scholz auf dem Flug zu seinem Antrittsbesuch in Washington in einem grauen Pullover fotografiert wurde, entbrannte eine wochenlange Diskussion über seinen Kleidungsstil.

Im Gegensatz zur Scholz-Debatte geht es bei Rubio jedoch nicht um Mode, sondern um eine klare Machtdemonstration der USA gegenüber Venezuela. Zuvor hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social eine Karte geteilt, auf der Venezuela als „51. Bundesstaat“ markiert war. Er hatte mehrfach angekündigt, die ölreichen Ressourcen des südamerikanischen Landes zu nutzen.

„Ihr seid nicht bereit für meinen DJ-Namen“

In letzter Zeit tauchten ungewöhnliche Bilder von Rubio auf. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielten Videos, die ihn als DJ bei einer Hochzeit zeigen. Nutzer verbreiteten anschließend mit Künstlicher Intelligenz bearbeitete Clips, die ihn als DJ im Weißen Haus vor einer feiernden Menge zeigen. Auf einer Pressekonferenz fragte eine Journalistin nach seinem DJ-Namen, worauf Rubio lachend antwortete: „Ihr seid nicht bereit für meinen DJ-Namen.“

Rubio gilt gemeinsam mit Vizepräsident JD Vance als möglicher Nachfolger Trumps. Gemäß US-Verfassung darf der Präsident nach zwei Amtszeiten bei der Wahl 2028 nicht erneut antreten. Vance wurde bei einem Auftritt in Washington zu dem von Trump angeheizten Männerduell befragt. Der Vizepräsident erklärte, es sei „ganz natürlich“ für Trump, „mit uns zu scherzen und mit der Idee zu spielen“, wer seine Nachfolge antreten werde. Er lobte Rubio als „ausgezeichneten Außenminister“ und guten Freund. Rubio, 1971 in Miami als Sohn kubanischer Einwanderer geboren, spricht neben Englisch fließend Spanisch und ist der ranghöchste Vertreter lateinamerikanischer Herkunft in der US-Politik.