J.B. Bickerstaff kritisiert Blazers scharf wegen umstrittener Trainerentscheidung
Die Portland Trail Blazers beendeten ihre Suche nach einem Cheftrainer am Dienstag mit der Verpflichtung von Micah Nori, Assistenztrainer der Minnesota Timberwolves.
Allerdings stößt diese Entscheidung bei den Blazers auf Kritik – und das liegt nicht daran, dass Nori kein geeigneter Kandidat wäre. Vielmehr erhielt Nori nur einen Einjahresvertrag mit Optionen für die zweite und dritte Saison. Nachdem diese Nachricht bekannt wurde, bezeichnete Detroit Pistons-Coach J.B. Bickerstaff, zugleich Präsident der National Basketball Coaches Association, diesen Schritt als „eine Ohrfeige“.
„Die Gehälter für Trainer steigen, weil die Liga und die Eigentümer den Wert guter Trainer anerkennen“, erklärte Bickerstaff laut Tim MacMahon von ESPN. „Daher ist es eine Beleidigung für unseren Wert, wenn ein Neuling ohne dieses Verständnis kommt und den Trainern sozusagen in die Beine schneidet.“
Bickerstaff nannte die Entscheidung zudem „äußerst enttäuschend“ und fügte hinzu, dass es sich anfühle, als würde jemand den Traum ausnutzen und die Leistungen der Trainer der vergangenen Jahre abwerten.
Der Trainer der Timberwolves, Chris Finch, hatte eine andere Sichtweise als Bickerstaff und zeigte sich erfreut darüber, dass Nori nun eine Chance erhält.
„Es gibt nur 30 dieser Positionen. Sie sind schwer zu bekommen und in vielerlei Hinsicht sehr erfüllend. Ich weiß, dass es Nori nicht in erster Linie ums Geld ging, sondern vor allem um die Gelegenheit“, sagte Finch laut MacMahon.
Der neue Eigentümer der Trail Blazers, Tom Dundon, stand bereits wegen einiger Sparmaßnahmen, darunter Massenentlassungen, in der Kritik. Nun sorgt der ungewöhnliche Einjahresvertrag für Nori erneut für Diskussionen.
Zum Vergleich: Die Los Angeles Angels gaben ihrem neuen Manager Kurt Suzuki vor Saisonbeginn ebenfalls nur einen Einjahresvertrag, wobei Eigentümer Arte Moreno dies mit einem möglichen Arbeitskampf im Jahr 2027 begründete.
Dennoch erhält Nori die Chance, als Cheftrainer zu arbeiten – allerdings könnte sein Einsatz in Oregon schnell wieder enden, falls die Ergebnisse ausbleiben.
Dieser Artikel erschien zuerst auf Larry Brown Sports und wurde mit Genehmigung veröffentlicht.