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Neue Angriffswelle: Trump erklärt, Iran werde „sehr bald“ für Deal bereit sein

Neue Angriffswelle: Trump: Iran wird "sehr bald bereit" für Deal sein

Die USA setzen ihre Angriffe auf iranische Ziele nun schon die zwölfte Nacht hintereinander fort. US-Präsident Trump verfolgt damit das Ziel, Teheran in eine Position zu bringen, in der das Land einem Deal zustimmt. Gleichzeitig richten die mit dem Iran verbündeten Huthi im Jemen erneut ihre Angriffe auf Schiffe im Roten Meer.

Nach Angaben des US-Militärs startete die Armee in der Nacht zum Donnerstag eine weitere Angriffswelle gegen den Iran. Das zuständige Regionalkommando Centcom erklärte auf X, dass die Angriffe auf militärische Einrichtungen abzielten, um „die Fähigkeit Irans zu verringern, zivile Seeleute und Handelsschiffe in den regionalen Gewässern zu bedrohen“. Dies markiert die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA Ziele im Iran angreifen.

Kurz zuvor äußerte US-Präsident Donald Trump bei einer Veranstaltung in Marietta, Georgia, dass der Iran seiner Ansicht nach bisher nicht bereit für einen Kompromiss sei. Immer wieder ändere Teheran vereinbarte Abmachungen, kritisierte Trump. „Sie sind noch nicht bereit, doch sehr bald werden sie es sein“, sagte er – eine Aussage, die als indirekte Warnung verstanden werden kann.

Trump hatte zuvor mit einer Ausweitung der Angriffe auf zivile Infrastruktur gedroht: „Jedes Mal, wenn die Islamische Republik Iran in der Straße von Hormus auf ein Schiff schießt (…), werden die Vereinigten Staaten eine Brücke oder ein Kraftwerk zerstören“, schrieb er in sozialen Netzwerken. Die iranische Führung reagierte mit eigenen Drohungen: Außenminister Abbas Araghtschi kündigte auf X massive Vergeltungsmaßnahmen für den Fall von US-Angriffen auf Irans Infrastruktur an.

Im Roten Meer berichtete die Besatzung eines Tankers von Beschuss. Nach Angaben des Kapitäns wurde das Schiff von einem unbekannten Projektil getroffen, das ein Feuer verursachte, teilte die britische Schifffahrtssicherheitsbehörde UKMTO mit. Die Crew bekämpfe die Flammen, Verletzte gebe es keine. Der Vorfall ereignete sich etwa 70 Seemeilen (rund 130 Kilometer) südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien. Die Herkunft des Schiffes blieb unklar.

Huthi verhängen Fahrverbot für saudische Schiffe

Zur gleichen Zeit teilte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen mit, sie habe zwei saudische Öltanker angegriffen, die angeblich die von ihr ausgerufene „Blockade“ im Roten Meer missachtet hätten. Die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba berichtete, dass Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden seien. Auf beiden Schiffen brachen Feuer aus, und etwa zehn weitere Schiffe wurden zur Umkehr gezwungen. Ob sich beide Meldungen auf denselben Vorfall beziehen, blieb unklar.

Am Montag hatten die Huthi eine „Blockade“ für saudische Schiffe erklärt – knapp eine Woche nach einer neuen Eskalation mit Saudi-Arabien, dem Nachbarland des Jemens, mit dem die Miliz seit über zehn Jahren im Krieg steht. Militärsprecher Jahja Sari verkündete ein „Verbot der Schifffahrt“ für Saudi-Arabien, ließ jedoch offen, in welchen Gewässern dieses gelten soll.

Die Huthi kontrollieren vor allem den Norden Jemens sowie große Teile der Westküste am Roten Meer. Von dort aus verfügen sie über ein Arsenal an Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern, mit denen sie auch Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen können – eine der wichtigsten Wasserstraßen weltweit, zusammen mit der Straße von Hormus. Aufgrund der faktischen Sperrung der Straße von Hormus im Iran-Konflikt exportiert Saudi-Arabien einen Großteil seines Öls derzeit über eine Pipeline aus dem Osten zum Hafen Janbu am Roten Meer.

Seit 2023 beeinträchtigen die Angriffe der Huthi im Roten Meer, die damals im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg standen, den internationalen Handel erheblich. Über das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab („Tor der Tränen“ oder „Tor der Klagen“) verläuft der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa.