Audimax » Politik » Neue Angriffswelle auf Kiew? Russland warnt Diplomaten erneut – Albanien meldet Wohnresidenz getroffen

Neue Angriffswelle auf Kiew? Russland warnt Diplomaten erneut – Albanien meldet Wohnresidenz getroffen

Neue Angriffswelle auf Kiew?: Russland warnt abermals Diplomaten - Albanien meldet Residenztreffer

Könnte ein weiterer Großangriff bevorstehen? Moskau kündigt erneut Angriffe auf militärische Einrichtungen und „Entscheidungszentren“ in Kiew an – als angebliche Vergeltung. Dabei richtet sich die Warnung ausdrücklich an ausländische Diplomaten.

Nach dem heftigen russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt am vergangenen Wochenende droht Moskau mit einer neuen schweren Offensive. Das russische Außenministerium forderte ausländische Diplomaten auf, Kiew umgehend zu verlassen. Als Reaktion auf den ukrainischen Beschuss eines Wohnheims in der von Russland kontrollierten Stadt Starobilsk werde das russische Militär gezielt Rüstungsanlagen und „Entscheidungszentren“ in Kiew angreifen, heißt es in der offiziellen Erklärung.

Bei dem Angriff auf Starobilsk wurden nach Angaben der Besatzungsmacht mehr als 20 Zivilisten getötet. Der Generalstab in Kiew erklärte hingegen, dass die Attacke ein Militärobjekt getroffen habe, an dem eine dort stationierte Einheit untergebracht ist.

Am Wochenende hatte Russland zahlreiche Drohnen und Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Dabei kam auch die Hyperschallrakete Oreschnik zum Einsatz, die laut russischen Angaben mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann – vermutlich wurde sie jedoch ohne Sprengkopf eingesetzt. Bei nächtlichen Angriffen auf Kiew wurden unter anderem das ARD-Studio sowie das Büro der Deutschen Welle (DW) schwer beschädigt oder zerstört. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt.

Albanien: „Das ist inakzeptabel“

Der albanische Außenminister Ferit Hoxha berichtete, dass bei dem jüngsten großflächigen Angriff Russlands auf Kiew der Wohnkomplex getroffen wurde, in dem der albanische Botschafter in der Ukraine lebt. Sein Leben sei dadurch gefährdet worden. „Das ist inakzeptabel“, schrieb Hoxha auf X. Albanien verurteile scharf „einen weiteren brutalen und wahllosen Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen, den Russland letzte Nacht gegen zivile Ziele in der Ukraine verübt hat – unter Missachtung menschlichen Lebens und grundlegender Menschenwürde“, so Hoxha weiter.

Bereits vor etwa zwei Wochen hatte Moskau die Bewohner Kiews sowie ausländische Diplomaten aufgefordert, das Stadtzentrum rasch zu verlassen, falls die Ukraine die russischen Feierlichkeiten zum Weltkriegsgedenken am 9. Mai stören sollte.

Seit über vier Jahren führt Russland Luftangriffe auf die Ukraine durch. Die Ukraine reagiert darauf mit Gegenangriffen auf russisches Gebiet. Friedensverhandlungen zur Beendigung des Konflikts sind momentan ausgesetzt. Der Krieg in der Ukraine gilt als der schwerste Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.