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Merz zeigt sich zuversichtlich vor Nato-Gipfel in Ankara: Wendepunkt im Ukraine-Krieg möglich

Hoffnung vor Treffen in Ankara: Merz: Nato-Gipfel könnte Einschnitt im Ukraine-Krieg markieren

Welche Pläne verfolgt Donald Trump bezüglich der Nato? Und wird der Gipfel wirksame Maßnahmen für den Ukraine-Krieg beschließen können? Vor dem Bündnistreffen in Ankara herrscht in Europa erneut Unsicherheit. Dennoch zeigt sich Kanzler Merz optimistisch und reagiert auf einen Seitenhieb des US-Präsidenten.

Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte vor dem Nato-Gipfel in Ankara die Erwartung, dass von dem Treffen ein bedeutendes Signal für die von Russland angegriffene Ukraine ausgehen könnte. „Ankara könnte einen Wendepunkt in diesem Krieg darstellen“, erklärte der CDU-Vorsitzende in Berlin vor seinem Abflug zur Tagung in der türkischen Hauptstadt. „Dem Kreml sollte zunehmend bewusst werden, dass Russland in diesem Konflikt nicht siegreich sein wird und seine Kriegsziele nicht erreicht.“

Merz bezog sich dabei auf eine von Deutschland angestoßene Vereinbarung unter den europäischen Bündnispartnern, die Ukraine mit zusätzlichen Mitteln zu unterstützen.

Darüber hinaus wolle man die beim kürzlich in Évian am Genfersee abgehaltenen G7-Gipfel erreichte Einigkeit weiter festigen, so Merz. Dort hätten die Mitglieder der wirtschaftsstarken Demokratien gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump „sehr klar gefordert, dass Moskau diesen Krieg beenden muss. Es liegt an Moskau, und das ist unser gemeinsames Anliegen.“

Merz antwortet auf Trump: Verteidigungsausgaben verdoppelt

Angesichts von Trumps Kritik, Europa und Deutschland würden zu wenig für die Nato beitragen, hob der Kanzler hervor, dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verdoppelt habe. Ohne Trump direkt zu nennen, ergänzte er: „Wir erbringen diese Anstrengungen nicht, um jemandem einen Gefallen zu tun. Wir tun das, weil es für unsere Verteidigung und Sicherheit notwendig ist.“

Russland bleibe eine erhebliche Bedrohung, warnte Merz. Täglich teste Moskau die Entschlossenheit der Nato durch Cyberangriffe, Sabotageakte, Spionage und gezielte Desinformationskampagnen. „Umso wichtiger ist es, dass wir in Ankara ein Zeichen von Stärke und Geschlossenheit setzen.“ Dieses Signal habe Deutschland intensiv vorbereitet.