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Konflikt der Rüstungsriesen: Deutsch-französisches Kampfjet-Projekt wird eingestellt

Streit der Rüstungsriesen: Deutsch-französisches Kampfjet-Projekt gescheitert

Das milliardenschwere Rüstungsprojekt FCAS steht nach langem Stillstand aufgrund eines festgefahrenen Konflikts zwischen den beteiligten Rüstungsunternehmen vor dem Aus. Deutschland und Frankreich haben sich nun auf eine Beendigung des Vorhabens verständigt.

Nach Jahren intensiver Vorbereitung ist das deutsch-französische Gemeinschaftsprojekt für einen neuen Kampfjet gescheitert. Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron kamen überein, dass die Firmen Dassault und Airbus beim Bau des gemeinsamen Kampfflugzeugs „Future Combat Air System“ (FCAS) keine Einigung erzielen konnten, wie aus Kreisen der deutschen Regierung zu vernehmen war.

Ungeachtet dessen soll das übergeordnete „System der Systeme“, das Flugzeuge und Drohnen miteinander vernetzen soll, weiterhin in gemeinsamer Verantwortung entwickelt werden. Beim deutsch-französischen Ministerrat Mitte Juli wollen die Verteidigungsministerien einen Arbeitsplan mit mehreren kooperativen Rüstungsprojekten vorstellen.

Monatelang hatten beide Länder versucht, den Konflikt zwischen Dassault Aviation und Airbus bei der geplanten FCAS-Entwicklung, dem bedeutendsten europäischen Rüstungsprojekt, zu lösen. Wäre das Projekt realisiert worden, hätte es sich um das größte und kostspieligste europäische Rüstungsprogramm gehandelt. Das Luftkampfsystem sollte in Kombination mit bewaffneten und unbewaffneten Drohnen operieren und ist daher mehr als nur ein Kampfflugzeug. Ziel war es, ab 2040 den Eurofighter der Bundeswehr sowie die französische Rafale abzulösen.